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Anwaltliche Zensurversuche: Wie Juristen sich systematisch ihren Ruf versauen 7. Juni 2010

Posted by DL2MCD in Nervensägen.
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Rolf Schälike (siehe Blogroll) ist ein freiheitlich denkender Mensch. Damit geht er natürlich in diesem Staat so manchem auf den Wecker. Beispielsweise dem Anwalt Dr. Schertz, der sich nun verbittet, mit dem verstorbenen Gravenreuth vergleichen zu werden, obwohl er sich doch genau so benimmt.

Den Höhepunkt (hoffentlich – man weiß ja nie, ob es nicht noch schlimmer kommt) erreicht das Ganze nun am Donnerstag, den 10. Juni vormittags vor dem Landgericht Berlin, Tegeler Weg, Zivilkammer 27, Saal 143:

27 O 665/09 (11:00) – Dr. Schertz vs. Rolf Schälike
27 O 504/09 (11:30) – Markus Frick vs. Rolf Schälike
27 O 624/09 (11:45) – Dr. Schertz vs. Rolf Schälike
27 O 787/09 (12:00) – Dr. Schertz vs. Rolf Schälike

Wenn das Gericht freiwillig die von Dr. Schertz angezettelten Parallelkriegs-Termine so zusammenlegt und sammelt, ist davon auszugehen, daß man dort die Schnauze gestrichen voll hat und dem komischen Treiben nun in einem Aufwasch ein Ende bereiten will – in welche Richtung auch immer. (Ich hoffe, zu Gunsten von Rolf Schälike).

Rolfs Presseerklärung zu den Schertz-Attacken enthält dabei so einiges Lesenswertes, z.B. diese schöne Aussage aus dem Impressum von www.buskeismus.de zu den Vorgehenswerte von Anwälten:

Fühlt sich jemand durch die Veröffentlichung in seinen Rechten – Copyright, falsche bzw. ungenaue Zitierung, unberechtigte Namensnennung, Recht am eigenen Bild, Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede u.a. – beeinträchtigt, so bitten wir um umgehende Mitteilung an Rolf Schälike, um im Interesse aller Beteiligten eine sofortige außergerichtliche Lösung zu finden.

In der Regel (prinzipiell) berücksichtigen wir alle sachlichen sowie berechtigten Forderungen und Wünsche.

Wir empfehlen den Betroffen nicht, Anwälte einzuschalten, denn bekannter Weise sind die eigenen Mandanten die schlimmsten Feinde eines Anwalts. Den Anwälten geht es in der Regel lediglich um ihre Honorare. Aus Missverständnissen entfachen die Anwälte ein Feuer, die Kluft zwischen den Betroffenen und dem Antragsgegner wächst. In der Wunde wird gestochert. Mit den Argumenten der Würde des Betroffenen wird der Gegner entwürdigt. Nicht wenige Anwälte haben daran einen tierischen Spaß.

Lohnen tut sich das für keine der Parteien.

Unsere wissenschaftlich-publizistischen Untersuchungen und Analysen möchten wir nach Möglichkeit ohne Einschaltung von Richtern, die in der Regel keine Wissenschaftler und lebensfremd sind, ungestört führen können und dürfen.

Update: Drei der vier Termine (und ein weiterer an einem anderen Tag) fallen erstmal aus – Dr. Schertz hat einen Rückzieher gemacht, hält den Richter für befangen.

Ob ihm das Pluspunkte beim Gericht einbringt?

Das hat nicht mal Gravenreuth gemacht.

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