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Hochbegabt: Zu schlau ist manchmal ganz schön doof… 25. Juni 2010

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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Deutschland ist ein Land der Muffel, Stänkerer, Neider und Misanthrophen. Man kümmert sich lieber um den Maschendrahnzaun des Nachbarn statt um seinen eigenen Mist.

Positive, fleißige, gar erfolgreiche Leute haben es da sehr schwer.

Besonders schwer haben es die, die nicht ganz der Norm entsprechen, und ihre Lebenserfüllung nicht in Bier, Zigaretten, Auto, Fußball sehen. Die vielleicht etwas schlauer sind – und deshalb umso unsicherer.

Es gibt dafür einen Fachbegriff: Hochbegabt. Bzw. hochsensibel.

Auch in meiner Familie sind solche sehr wertvolle und interessante, doch oft ausgegrenzte Persönlichkeiten vertreten, die es oft in Schule und Beruf nicht leicht haben, als „Wunderkind“ beschimpft zu werden, ist noch das Harmloseste.

In der DDR wurden Hochbegabte in „Spezialklassen“ gefördert – allerdings war das nur eine vergleichsweise geringe Zahl. Trotzdem war das dortige Bildungssystem bei aller „Gleichmacherei“ in diesem Punkt flexibler und imstande, Talente zu erkennen und adäquat zu fördern. Solange diese nur nichts Falsches sagten, was allerdings gerade bei diesem Personenkreis fast unvermeidbar war.

Bei uns werden eher die gefördert, die hinterherhängen. Wer dagegen zu schlau ist, bekommt ein muffliges „wenn Du schon alles weißt, kannst gleich wieder gehen“ zu hören. Wird von seinen Chefs oft benachteiligt, weil die Angst vor Konkurrenz haben und Leute bevorzugen, denen sie noch was erzählen können. So wie manche Männer aus demselben Grund extrem junge Frauen mögen.

So manchem Kind könnte eine nervige Schulzeit unter „blöden Typen“ erspart bleiben – und auch manchem Erwachsenen das Spießrutenlaufen, nicht dauernd ausgegrenzt und rausgemobbt zu werden, wenn er wenigstens wüßte, woran das liegt.

Wer sich für hochbegabt hält, schweigt darüber üblicherweise mehr, als jemand, der sich gerne auspeitschen läßt: Es ist gesellschaftlich nicht wirklich erwünscht, ein „Überflieger“ zu sein. Ein extrovertierter Quasselkopp hat es meist leichter als ein introvertierter Tüftler. Doch wie bei allen „Abweichungen“ ist das Internet eine reichhaltige Fundgrube. In XING gibt es beispielsweise die Gruppen

  • Hochbegabung – Drama oder Erfolgsstory ?
  • Hochbegabte Erwachsene | Leben und Arbeiten mit Hochbegabung im Berufsalltag

Wer Angst hat, daß man die Gruppenmitgliedschaft dann im XING-Profil sieht: Das kann man auch ausblenden. Man muß nur die Gruppen im Profil anzeigen, die man anzeigen will.

Natürlich sind die XING-Gruppen auch geeignet, wenn man nur herausfinden will, ob man vielleicht hochbegabt ist. Außerdem gibt es IQ-Tests und Bücher, doch dazu ein andermal.

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