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Bahnstrecke Kaufering – Geltendorf wegen Gleisrenovierung geschlossen 13. August 2010

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen.
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Normal bin ich ja sehr froh, nicht mehr jeden Tag mit dem Blecheimer fast 200 km hin und zurück rödeln zu müssen. Es gibt Leute, die lieben Autofahren, ich nicht: Für mich ist es unbezahlte Arbeit, verlorene Zeit, teuer, umweltzerstörend und gefährlich.

Die Störungen, die es bei der Bahn gibt, sind weit seltener als das tägliche Autochaos.

Was mir aber nicht klar war: So, wie im Sommer die Autobahnen zu Stau-Stellen werden, frei nach dem Motto: „reißts die Straßen auf, die Fremden kommen“ läßt auch die Bahn im Sommer die Gleise neu teeren:

Also nicht teeren, sondern polieren und schleifen natürlich.

Seit Wochen kündeten am Münchner Hauptbahnhof Plakate auf meinem Weg zum Zug davon, daß nach Wolfratshausen und nach Innsbruck gebaut wird.

Daß allerdings auf meiner Strecke auch gebaut wird, das hat keiner verraten. Bis ich diesen Dienstag plötzlich feststellte, daß aus meinem Morgenzug alle ausstiegen und zu dem späteren Bummelzug am Nebengleis liefen.

Die Strecke zwischen Buchloe und München ist nämlich vom 10.8. bis 12.9. zu!

Das bedeutet:

  • nur noch alle zwei Stunden fährt ein Zug durch.
  • alle anderen Züge (ver)enden irgendwo auf der Strecke, man muß dann auf Busse umsteigen
  • der eine Zug, der noch durchfahren darf, ist nicht länger als sonst und daher völlig überfüllt
  • er fährt auch nie dann, wenn er soll

Von Buchloe bis zur Donnersberger Brücke gibt es außerdem alle Stunde noch eine direkte Busverbindung. Nur da, wo er eigentlich halten sollte, kann er nicht halten: Am Bahnhof Buchloe wird nämlich auch gebaut. Aber woher soll die Bahn sowas auch wissen?

Bus mag ich eigentlich gar nicht, aber der Bus ist immerhin halbwegs normal schnell und da er nirgends unterwegs hält, war er am Mittwoch auch noch halbwegs leer.

Am Donnerstag war der Bus schon total voll.

Und heute war er überfüllt, es standen die Leute bereits 10 Minuten vor Abfahrt in den Gängen, weshalb er auch nicht abfuhr, sondern auf das Eintreffen eines zweiten Busses wartete.

Dann allerdings wäre er an der Donnersberger Brücke nie rechtzeitig zu meiner S-Bahn gekommen. Und ich hatte keine Böcke, dann dort 20 Minuten im Regen zu sitzen.

Nach 15 Minuten Warten im Regen vor dem überfüllten Bus habe ich schließlich kapituliert, bin doch wieder zurück ins Auto und bin damit nach München gefahren.

Die Bahn-Fahrkarte muß man leider auch in den Monaten zahlen, wo gar keine Bahn fährt (zumindest keine brauchbare). denn die Rückfahrt war jeden Tag noch abenteuerlicher, aber ich will hier niemand mit Detailbeschreibungen langweilen.

Jetzt hoffe ich nur, daß die nicht auch noch mit Baustellen auf der Autobahn anfangen…

Kommentare»

1. Ulf J. Froitzheim - 13. August 2010

Tja, lieber DL2MCD, uns in Kaufering hatte man besser informiert. Wir wussten vorher, welche Schwachsinnslösung sich die Planer ausgedacht haben*.

Helfen tut’s uns allerdings auch nicht viel Am ersten Tag der Bauerei war mein Sohn, der tagsüber das Jugend-Ferienlager Mini-München unsicher macht, auf der Rückfahrt gut drei Stunden unterwegs. Normalerweise ist man um neunzehndreißig in Kaufering, wenn man um zehn vor neunzehn in München losfährt. Der Bub kam aber erst kurz vor zweiundzwanzig an, denn das Straßen-statt-Schienen-Ersatzverkehrsbus-Wrack, in das er in Geltendorf umsteigen musste, blieb auf der A96 bei Schöffelding mit Kühlerschaden liegen. Der Fahrer forderte bei seiner Firma (aus dem Kreis Weilheim!) einen Schienenersatzverkehrsbusersatzbus an. Als der Kollege endlich den weiten Weg geschafft hatte, übersah er den Havaristen, machte an der nächsten Ausfahrt einen Kehrtwende, und falls nicht zufällig ein dritter Bus des gleichen Unternehmens auf der Strecke war, passierte er ein weiteres Mal ungebremst „unseren“ Bus, um sodann eine neuerliche Ehrenrunde zu drehen und schließlich nach gut anderthalb Stunden unter Polizeischutz die Fahrgäste aufzunehmen. Über zwei Stunden für 20 Kilometer: Da fährt man besser gleich mit dem Radl nach Geltendorf. Wäre übrigens auch ein Tipp für Euch Buchloer: Der Zug von Geltendorf nach München soll halbwegs pünktlich sein.

* Fährt der Zug sonst immer zur halben und zur vollen Stunde gen München, haben wir jetzt die Wahl, zur vollen Stunde mit dem Zug oder fünf (!) Minuten später mit dem Bus zu fahren. Was für ein Hirnriss: Wenn ich 25 Minuten früher am Bahnhof sein muss, um zur gewohnten Zeit in München anzukommen, kann ich doch gleich 30 Minuten früher fahren und mich damit trösten, dass ich wenigstens 30 Minuten früher am Ziel bin. Es kommt also nicht von ungefähr, wennn die durchgehenden Züge proppevoll sind.

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2. Ulf J. Froitzheim - 13. August 2010

P.S.: Ich wollte Euch Allgäuern natürlich nicht nahelegen, nach Geltendorf zu radeln. Ihr dürft schon das Auto nehmen! 😉

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3. DL2MCD - 13. August 2010

Nach Geltendorf bin ich auch schonmal mit dem Auto gefahren. Im Winter im Dunkeln bei Regen nervig, nerviger als nach München. Vor allem die Autobahnabfahrt ist etwas gefährlich mit Autos, die hinter einer Kurve herauskommen. Nur in der Früh um 5.30 bringt das mit Geltendorf nicht viel: Da fahren die S-Bahnen noch zu selten. Da brauche ich genau die passende Verbindung oder es wird lästig. Mit dem Auto sind es grad 50 Minuten. Allerdings weiß ich nicht, was nun heute nachmittag um 15 Uhr los sein wird, aber schlimmer als mit den Bussen kann es auch nicht sein.

Naja, hier sind die Busse normal schon noch besser, weil sie pünktlich fahren und der Zug eben nicht. Aber der Zustand des Materials wechselt. Der erste hatte noch Klimaanlage mit kalter Zugluft, inzwischen erinnern die Busse eher an alte Heimatfilme. Gestern nachmittag hatte der Bus die erste halbe Stunde nicht mal eine funktionierende Geschwindigkeitsanzeige (vulgo: Tachometer). Der sprang erst später plötzlich an. Wahrscheinlich fuhr der Fahrer solange nach Gehör. Dafür leuchteten Anschnallzeichen auf, aber einen Gurt fand niemand…

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4. Ulf J. Froitzheim - 13. August 2010

Peinlich, dass die Bahn es nicht schafft, in Hafas (d.h. eFahrplan auf bahn.de) korrekte bzw. aktuelle Daten einzupflegen. Da steht zu den Regionalzügen (also nicht S-Bahn) Folgendes ohne Hinweis auf irgendwelche Probleme:

Geltendorf ab 05:29 München an 05:58  
Geltendorf ab 06:10 München an 06:42  
Geltendorf ab 06:28 München an 07:00  
Geltendorf ab 06:50 München an 07:24  
Geltendorf ab 07:10  München an 07:44  
Geltendorf ab 07:31 München an 08:04  
Geltendorf ab 08:11 München an 08:46  
Geltendorf ab 08:37 München an 09:07  
Geltendorf ab 09:09 München an 09:41

Verlass ist darauf natürlich nicht im Mindesten. Mir ist es dieser Tage passiert, dass eine DB-Schaffnerin im Zug nach München auf meinem Online-Ticket entdeckte, dass ich mit dem ALeX um 13:09 Uhr zurückzufahren gedachte, und mich netterweise darauf hinwies, dass dieser Zug bereits um 13:02 Uhr abfährt. Dass die Bahn Broschüren mit Änderungen druckt, dann wegen kurzfristiger Änderungen gegenüber dieser Planung aufs Internet verweist, es am Ende aber nicht einmal hinkriegt, wenigstens online à jour zu sein, ist ein ziemliches Armutszeugnis. Aber es ist halt die DB.

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5. DL2MCD - 13. August 2010

Hm, die Informationen zu den Zügen sind alle veraltet. Der Zug, der um 18.19 fahren soll, fährt um 18.09 – aber 20 Minuten später. Also 18.29.

(Brechend voll ist er so ab 18.05.)

Am „Infopoint“ wissen sie zumindest das erste. Das zweite weiß nur der Schaffner.

Dafür findet man aber über die Verbindungssuche z.B. raus, daß es einen Bus um 17.30 gibt (von dem niemand weiß) und einen um 17.44 (der steht in den Prospekten). Jagt den Leuten ganz schönen Schreck ein, wenn der Busfahrer sagt, wir fahren aber schon um 17.30….

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6. DL2MCD - 16. August 2010

Achja, es gibt definitiv zweierlei Arten Busse:

Heute früh hatte ich z.B. die Sorte, wo ich meine Beine einfach nicht in den Sitz bekomme, weil die Sitze enger zusammen sind als bei Ryan Air.

Das geht dann noch, wenn der Nebensitz frei bleibt.

Leider wollte aber jemand unbedingt da sitzen, obwohl noch andere Plätze frei waren.

An der Donnersbergerbrücke konnte ich dann erstmal kaum laufen. Blöd, denn man muß ja zügig aussteigen, weil der Bus da nicht stehen bleiben kann.

Es gibt aber auch eine Sorte Bus, in dem man keine Beinprobleme hat. Die gab es heute nachmittag von http://www.berger-bus.com

Der Schnellbus geht nur zwischen Buchloe und Donnersberger Brücke und ist ansich wirklich fast so schnell wie normal der Zug, da er durch die Abfahrt Donnersberger Brücke den meisten Stau in München umgeht. Udn gegenüber dem Chaos in dem einen verbliebenen Zug alle 2 h ist er normal besser. Inzwischen sind morgens auch 3 Busse parat.

Stellt sich nur die Frage, wie ich das mit den Beinen in den „Holzklasse-Bussen“ hinbekomme, ohne unhöflich zu sein…

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7. DL2MCD - 2. November 2010

Achja, für alle, die heute mit dem Zug nach München in die Arbeit fahren wollen und dabei auf diese Seite kommen:

Vergeßt es!

Diesmal wird zwischen Puchheim und München gebaut, und zumindest am 2.11.2010 verlängern sich die Fahrtzeiten um mehr als 60 Minuten – S-Bahn statt Zug, Bus statt S-Bahn, blöde Umsteigezeiten (Zug fährt 2 Minuten eher ab, als S-Bahn ankommt).

Ab 3.11. fahren dann wieder die Busse von Buchloe bis Donnersbergerbrücke (naja, der Bus, der zweite taucht ja nie auf) und es sind nur noch 20 Minuten.

Aber 2 x 2,5 Stunden Fahrt – das ist mir zuviel. Muß ich leider schon wieder mit dem Auto fahren *grrrrr*

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