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November Rain 17. August 2010

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen.
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Das ganze restliche Jahr heißt es durchhalten, sich bei jedem Gang nach draußen und oft genug auch drinnen einmummeln, frieren, schniefen. Zu Ostern schneit es üblicherweise noch. Im Mai geht kein laues Mailüftchen, sondern es graupelt, hagelt, schifft. Im Juni ist Schafskälte. Das deutsche Standardwetter von Oktober bis Juni ist 5°C, Wind und Dauerregen – schlimmer als -20°C und Schnee.

Nur im Juli und August kann man leben:

Abends in den Biergarten gehen oder grillen mit Freunden, tagsüber am Balkon lesen, träumen, leben.

Aber nicht dieses Jahr.

Ich bin schon um 3 Uhr aufgewacht, weil mir so kalt war.

Es stürmt herbstlich mit 11°C und viel, viel Regen ums Haus.

Frauen mögen solches Wetter.

Männer sind Weicheier. Ich hasse es. Nicht mal die zwei Monate Wohlfühlen werden einem gegönnt. Denn es ist nicht abzusehen, daß der Dauernovember sich vor Augustende verpißt. Und September ist zwar oft sonnig – aber schon wieder kalt. Zum Leben bitte warten bis nächsten Sommer. Vielleicht. Wenn er stattfindet.

Mein letzter Chef wollte, daß ich gefälligst im November Urlaub nehme, denn August ist für Familien mit Kindern. Im November habe ich gar keine Lust, etwas anzustellen, das zu Kindern führen könnte. Und während der Arbeit mache ich sowas nicht. (Ja, es gibt Kollegen, die sich genau dafür Praktikantinnen halten…).

In diesem August allerdings auch nicht.

Gestern frühen liefen nach dem Wetterbericht im Radio Guns & Roses. Mit „November Rain“. Sehr witzig.

Haben Sie schon an Weihnachten gedacht?

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Kommentare

1. UJF - 17. August 2010

Du kennst doch die Monate in unseren „gemäßigten“ bayerischen Breiten:

Januril (-20 bis +20 Grad, im Mittel Deine 5 Grad)
Febril (-15 bis +25 Grad)
Aprärz (-2 bis 28 Grad)
April (-2 bis 25 Grad)
Amai (-2 bis 30 Grad)
Junil (3 bis 35 Grad)
Jupril (4 bis 25 Grad)
Auprulst (3 bis 13 Grad)
Septembril (5 bis 25 Grad)
Oktobril (3 bis 25 Grad)
Novembril (-5 bis 20 Grad)
Dezembril (-10 bis 20 Grad)

Die Regen-/Schnee-/Graupel-/Hagelwahrscheinlichkeit liegt dabei jeweils um die 60 Prozent. Im Gegensatz zu Pakistan läuft bei uns fast überall das Wasser schnell ab. Und das ist doch allemal besser, als in einem Dürregebiet zu leben und Moskauer Torfluft zu schnuppern.

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2. DL2MCD - 17. August 2010

„Fast überall“.

Naja, wenn ich daran denke, wie meine Kollegen gerade ihre Keller ausleeren müssen, wie unsere Unterführung am Wertstoffhof seit Wochen aussieht (bald wird man sie wohl zum Badesee umdeklarieren), daß am Starnberger See 12500 Sandsäcke eingesetzt werden und die Schiffe nicht mehr fahren können, weil die Stege unter Wasser stehen…da würde ich das „fast“ jetzt erstmal nur auf mich und Dich reduzieren….

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3. limone - 17. August 2010

frauen mögen solches wetter? das halte ich für ein gerücht. ich kenne keine einzige.

ich kann zwar gut ohne extreme hitze leben und schlafe bei über 25° nachts eher schlecht, aber sonne, trocken und 20-25° draußen wünschen sich doch die meisten, auch frauen. wo die doch tendenziell verfrorener sind als männer.

und ich kenne mindestens 2 frauen, die erst bei temperaturen jenseits der 25° so richtig aufblühen.

in diesem jahr ist der sommer wirklich extrem – die hitze wurde in ein paar tagen bis zur unerträglichkeit zusammengepresst, und für den rest der zeit blieb dann keine sonne mehr übrig.

aber ist logisch – in dem jahr, in dem ich mal mehr gelegenheit hätte, das wetter zu genießen, ist es natürlich bunkertauglich.

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4. DL2MCD - 18. August 2010

@limone: Na mir fallen auf Anhieb vier solche Frauen ein. Eine, die mir sagt, ja, für mich sei es zwar traurig, aber sie sei froh (obwohl sie wegen Regen nicht vor die Tür geht…aber vielleicht ist sie ja grad deshalb froh). Eine weitere, die mir dauernd vorjammerte, wie schrecklich heiß es doch sei und nicht versteht, daß ich sie jetzt nicht besuchen, ja nicht mal anrufen mag, nur noch heimkomme und mir eine Doku ansehe und dabei einschlafe. Eine, die mir dauernd davon vorschwärmt, wie toll es sei, im Herbst im Haus zu sitzen, während draußen der Wind und Regen herumheulen (für mich war das immer das Schlimmste…Nase zu, weil der Wind Dreck am Dachboden aufwirbelte…aber da mußte erstmal draufkommen..). Und eine, die gerne im Herbststurm mit mir einen Drachen steigen lassen möchte (also einen Kinderdrachen…im Osten hatte das ja noch eine andere Bedeutung…).

Ok, ich kenne auch die, von der mein Auto ist, die 3 Jahre nicht merkte, daß die Klimaanlage kaputt ist (und unreparierbar, wie ich inzwischen weiß), weil sie sie nie benutzt hat. Und ich kenne mindetens 4 Leute (davon aber nur eine Frau), die drauf warten, mal innen Biergarten zu gehen, aber keine Lust haben, jetzt stattdessen inner dunklen Holzhöhle (vulgo: Kneipe) zu hocken.

Frauen verfrorener? Zumindest haben sie immer kalte Füße. Ok, wahrscheinlich gehts Männern nicht anders, aber wenn die plötzlich ihre kalten Füße einer Frau auf den Bauch legen würden, ginge das wohl nicht gut 🙂

Ja, das mit dem „Zeit haben“, da können wir uns wohl die Hände reichen. Hab ja erstmals dieses Jahr mal Urlaub im Sommer (ab Freitag) und nu so’n Schiet. Alle letzten Sommer war durchrackern wg. Probezeit…oder eben der „Familien mit Kinder“-§.

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5. limone - 18. August 2010

tja, ich kenne nur die frostbeulen-variante, die vor allem als bürogenosse anstrengend ist: heizung voll aufdrehen, fenster ja nicht öffnen (und wenn, dann höchstens drei minuten, außer es ist kochendheiß draußen) und fast ganzjährig pullover und stiefel im mindestens 20 grad warmen gebäude tragen. 😉

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6. DL2MCD - 19. August 2010

Also erfroren ist schon mancher, aber erstunken noch keiner, oder wie war das? ;o)

Zu Lüftungssitten im Büro könnte ich einen eigenen Beitrag schreiben, da gibt es Schlimmeres, z.B. alle Heizungsthermostate voll aufreißen, daß es nur noch zischt und gluckert, alle Fenster kippen, Motto „ich muß es ja nicht zahlen und mir egal,w enn andere dann verpestete Luft haben“.

Im Übrigen weise ich auf das hier hin:

😉

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7. limone - 21. August 2010

dass der spruch kommen musste, war klar. 😉 in dem fall ziehe ich erfrieren vor, da hat man mehr spielraum, anziehen kann man ja immer noch ein paar schichten.

aber, ja, gutes klima im büro muss man manchmal ganz wörtlich nehmen.

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