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PR-Witztexte 6. Dezember 2010

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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Mit PR-Texten ist es so eine Sache. Manche bloggenden oder alternativ angehauchten Kollegen werden schon sauer, wenn sie nur ein Pressesprecher kontaktiert. Dabei sind PRler keineswegs böse, solange es nicht gerade um RUHR.2010 geht und darum, das Ruhrgebiet auf Teufel komm raus in die Nachrichten zu bringen (was ja leider durchaus geklappt hat).

Andere wie ich sichten das Material selektiv. Aus manchem Text kann man eine schöne Geschichte machen, wenn man weiterrecherchiert. Oder man kann den Text (oder die Bebilderung) gnadenlos durch den Kakao ziehen, wenn sie zu abstrus geraten sind.

Doch während niemand etwas einzuwenden hat, wenn man danebengegangene journalistische Texte oder Bebilderungen öffentlich vergackeiert, ist das mit Pressemeldungen hoch problematisch:

Einmal schalt mich dafür ein Blogger als Altherrenwitzerzähler und meinte, ich solle dafür gefeuert werden, einmal wurde ich dafür gefeuert, als ich eine PR eines TV-Senders durch den Kakao zog*, und einmal wiederum wurde ich von Lesern und Herausgebern als prüde gescholten.

Deshalb finde ich es sehr mutig von SpOn-Kolumnist Jan Fiedmann, sich auf dieses Glatteis zu begeben, auch wenn er eine eher harmlose, langweilige Milch-PR durch den Kakao zieht (geht das überhaupt?)

Ich werde kuriose PR-Texte jedenfalls nur noch in diesem Blog vergackeiern – anscheinend verstehen die meisten Kollegen und Leser so etwas einfach nicht.

*In jenem Fall hätte ich verstanden, wenn der Pressekollege des TV-Senders ob des „Mißbrauchs“ seines PR-Texts beleidigt gewesen wäre. Stattdessen blökten jedoch ein Neonazi und ein selbsternannter Plagiatsjäger etwas von „abgeschrieben“ und mein Chef erklärte mir allen Ernstes, dies sei Schleichwerbung und unmoralisch, weil der TV-Sender dafür nichts gezahlt habe. Sonst wäre es ok gewesen.

(Meine Definition von „Schleichwerbung“ ist genau umgekehrt: Sie ist dann unmoralisch, wenn sie bezahlt ist! Für diesen Text von mir hätte aber keiner bezahlt, der noch alle Sinne beisammen gehabt hätte).

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