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AKW: Broken by design 13. April 2011

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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Es war interessant, was ich alles so an erstaunten Kommentaren von technisch sonst durchaus bewanderten Kollegen zu hören bekam in Sachen Fukashima. Nicht aus Dummheit oder Borniertheit, einfach nur aus Unkenntnis über die prinzipielle Fehlerhaftigkeit der heutigen Atomtechnologie. Wer mehr darüber weiß, ändert seine Meinung zu dieser „sicheren“ Energieform.

Ein Auto, das man nach dem Ziehen des Zündschlüssels noch zwei Wochen aktiv nachkühlen müßte, weil es sonst abbrennt, würde niemand genehmigen. Bei einem AKW geht das aber. Und daß Terroristen gar nicht den Meiler sprengen müssen, um einen GAU auszulösen, sondern es ausreicht, den Strommasten vor dem AKW umzusägen, weiß man auch seit den 70ern, das war damals sogar schon in Romanen Thema. Doch geändert hat sich nichts. Warum auch, wenn man an einem AKW nunmal viel mehr verdient als an einer Solaranlage?

Recht interessant, weil vieles zusammenfassend, ist der folgende Film der BBC:

A is for Atom

Ja, die Reaktoren in Japan waren mies kontruiert. Aber: So sind alle AKW, bei manchen mag die Notkühlung etwas besser gehen, nach einem Erdbeben sähen aber auch deutsche AKW alt aus und alle AKW müssen nach eimer Abschaltung mindestens noch zwei Wochen aktiv gekühlt werden und können Knallgasexplosionen und Schlimmeres auslösen, wenn dem nicht so ist.

Nach Murphy geht schief, was schiefgehen kann – Fehlerfreiheit gibt es nicht. Man kann die Fehlerwahrscheinlichkeit nur möglichst gering halten. Es ist aber ein Unterschied, ob ein explodierender Dampfkessel einer Dampflokomotive im dümmsten Fall Hunderte Menschen töten kann, was schlimm genug ist, oder ein explodierendes AKW mit den Jahrzehnte, Jahrhunderte anhaltenden Folgen Hunderttausende.

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