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Rolf Schälike fünf Tage bei Wasser und Brot 20. Mai 2011

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen.
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Ok, daß ein Knastbesuch wenn auch nur als Ordnungsstrafe nicht ein Hotelaufenthalt wird, kann man sich denken.

Daß aber die Justiz(vollzugs)beamten ausgerechnet dann so etwas abziehen, wenn jemand schon ankündigt, daß er darüber berichten will, ist sehr merkwürdig.

Weil er den Knastaufenthalt zu einer Diät umfunktionieren wollte und das Ganze halt auch demonstrativ als Kunstaktion, bekam Rolf Schälike am Ende weder zu essen noch zu lesen und keine Nachtwäsche:

Lawblog: „Sie sind Scheiße“

Rolf Schälike sagt nun bestimmt nicht mehr, daß es bei uns besser ist als im Stasi-Knast…und auch wenn mancher nun denken mag, er habe es provoziert – das ändert nichts daran, daß es so nicht geht. Es gibt in Kittchen sicher Schlimmeres als einen Gefangenen, der aus welchen Gründen nun auch immer nicht aus der Schüssel essen will, das ist kein Grund, so auszurasten!

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Kommentare

1. Rolf Schälike - 20. Mai 2011

Es waren nicht fünf Tage ohne Brot. Von den Bediensteten erhielt ich am Dienstag Mittag – ohne die Schüssel in die Hand zu nehmen – eine Banane zu Mittag. Abends dann eine kleine Salatportion, auch ohne die Schüssel zu benutzen. Ich hatte ab Diestang nach dem Frühstück auch beim Kaufmann einkaufen dürfen und hatte eine Dose Ananas und eine Dose Mais sowie Knäckebrot.

Somit war das mit dem „nur Wasser“ 3,5 Tage lang, keine 5 Tage. 1/2 Tag zuvor (Freitag Vormittag) hatte ich auch nichts gegessen, nur getrunken. Also waren es 4 Tage mit „nur Wasser“, von denen die UHA Holstenglacis-Bediensteten den 1/2 Tag nicht zu verantworten hatten.

Trotz allerdem war der Stasi-Kanst natürlich schlimmer. Das ist unstrittig.

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2. DL2MCD - 20. Mai 2011

Ich habe auch gar nicht geschrieben „fünf Tage ohne Brot“. Aber fünf Tage „bei Wasser und Brot“, was ja die übliche Umschreibung für „Knast mit Minimalkost“ ist, waren es jedenfalls nicht. Dazu fehlte der zweite Teil.

Brot ist ja auch nicht für jeden erstrebenswert. Meine Partnerin darf z.B. kein Brot, kein Getreide essen. Möchte nicht wissen, was passiert, wenn jemand mit Glutenunverträglichkeit „einfährt“ – Diätvorschriften dürften in einem durchschnittlichen deutschen Knast sicher größere logistische Probleme aufwerfen als ein „Kunde“, der aus welchen Gründen auch immer nicht aus der Schüssel essen will.

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