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Warum ist Pay-TV eigentlich immer böse? 14. Juni 2011

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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Es gibt Nachrichten, bei denen wundert man sich einfach.

Wenn ein Wirt in seiner Kneipe einen Fernseher aufstellt, muß er den bei der GEZ anmelden. Es nicht zu tun, ist dumm, da der Raum ja öffentlich ist und jederzeit ein „Rundfunkgebührenbeauftragter“ als Gast eintreten kann.

Auch ist bekannt, daß der Tarif für öffentliche TV-Vorführungen höher ist als für das Glotzen zuhause.

Daß dies zur Weltmeisterschaft gerne mal ignoriert wird, ist klar, doch ist auch klar, was blüht, wenn man dabei erwischt wird.

Auch bei Sky (früher Premiere) kostet eine Kneipen-Lizenz mehr als die normale private. Eine Karte vom Spezl zu einem Spiel „ausborgen“ geht also nicht.

Es ist auch nachvollziehbar: Genau von diesen „Sportsbars“ lebt der Sender, wem das zu teuer ist, der muß ja kein Sky in der Kneipe zeigen. Und wer sich dafür eine zur privaten Nutzung bestimmte Karte ausleiht, steht nur etwas besser da als jemand, der eine Hackerkarte benutzt.

Leider passiert bei den Kontrolleuren zwar nun derselbe Schmu wie bei der GEZ, daß Leute angemeldet werden, die noch nicht mal einen Fernseher in der Kneipe haben, geschweige denn Premiere/Sky. Das ist natürlich Mist!

Aber sich darüber aufzuregen, daß erwischten „Schwarseh-Sportsbars“ wahlweise der Kneipen-Pay-TV-Vertrag oder aber eine Vertragsstrafe aufgebrummt wird, ist Blödsinn: Daß man für die Kneipe eine Kneipenlizenz braucht, weiß jeder Wirt – den Alkohol kann er ja auch nicht ohne Ausschanklizenz ausschenken, nur weil ihn ein Freund mit Ausschanklizenz mitgebracht hat…

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