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…und gebrauchte Ehemänner gibt es bei Ebay…. 28. Oktober 2011

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen.
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Wie stand es im Tweet hierzu, den ich leider nicht mehr wiederfinde: „Sowas bringen nur Frauen fertig!“:

Stimmt, als Mann hätte ich diesen trockenen Sarkasmus in der Situation glaube ich nicht drauf.

Ein „netter“ Glückwunsch zum „Karrieresprung“.

Allerdings, 13 Jahre, das ist auch Einsatz…

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Kommentare

1. limone - 28. Oktober 2011

der tweet steht doch über dem verlinkten bild, wenn man auf die URL klickt? http://yfrog.com/kl3liokj „herrlich, sowas können nur frauen“

ich glaub aber nicht, dass das ein frau-mann-ding ist… sowas könnte ich nur bringen, wenn ich im grunde wirklich froh wäre, den mann los zu sein. 😉 (vielleicht war sie’s auch?)

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2. DL2MCD - 28. Oktober 2011

Naja, stinkesauer sein ist eine Sache, böse rumschimpfen, nachtragend und rachsüchtig sein, das können auch Männer (Anwesende leider nicht ausgenommen, wenn auch eher bei beruflichen Schikanen, da sich in Beziehungen derartige Probleme nicht mehr ergeben haben).

Aber so ein Inserat mit Komplett-Outing aller drei Beteiligten, das ist schon eine Klasse für sich. Das dürfte Frau Gleichstellungsbeauftragte den Job gekostet haben, aber einen Mann als Inserenten würde es ebenfalls zu Hartz IV degradieren, denn Chefs akzeptieren solche Emotionsausbrüche bei männlichen Mitarbeitern sicherlich nicht.

Aber ein Mann wäre normal auch zu stolz, so wohlüberlegt (spontan in der Wut mag etwas anderes sein) sich so eine Blöße zu geben. Gehörnte Männer schweigen eher darüber, besaufen sich und werfen sich vor den Zug. Was natürlich weit schlimmer ist.

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3. limone - 28. Oktober 2011

vielleicht geht es mehr darum, ob man durch die annonce was zu verlieren hat oder nicht? und weil männer sich immer noch häufiger als frauen über ihre karriere definieren, sind sie dann genauso vorsichtig wie die frauen, für die die karriere wichtig ist?

ich weiß es nicht… bei solchen gender-dingern hab ich immer probleme.

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4. DL2MCD - 28. Oktober 2011

Wer nicht?

Ich glaube auch nicht, daß die Unterschiede zwischen Männern und Frauen so groß sein müssen, wie sie heute noch sind.

Allerdings: „Über die Karriere definieren“, das ist zu vereinfachend.

Als Mann hat man in der heutigen Gesellschaft keine Wahl, kann sich nicht aushalten lassen, sondern muß sein Geld selbst verdienen. Außer man wird Zuhälter. Meine erste Freundin schlug mir das vor, wäre vielleicht streßfreier geworden als Journalist, wo man lt. Don Alphonso ja ohnehin eher die Hure ist…

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5. limone - 30. Oktober 2011

Das muss man als Frau heutzutage aber auch – keine Frau kann sich heute noch darauf verlassen, sie durch eine Ehe sichere Versorgung findet. Das ist heute nicht mehr so wie vor 40 Jahren, als die Ehe noch ein Bund fürs Leben war, mit fest verteilten Rollen (und einem dauerhaft fest in Lohn und Brot stehenden Ehemann!), als die Frau im Prinzip Angestellte ihres Mannes war, denn ihre Gegenleistung fürs „Aushalten“ bestand ja darin, den Job der Haushälterin, Erzieherin, Innenarchitektin, Gesellschafterin etc. zu übernehmen. Wobei dieses Modell der Hausfrauenehe ja auch ein eher jüngeres Phänomen ist, das einen gewissen Wohlstand voraussetzt. Während der Industrialisierung z. B. mussten auch die Frauen in den Fabriken schaffen.

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6. DL2MCD - 30. Oktober 2011

und einem dauerhaft fest in Lohn und Brot stehenden Ehemann!)

Ja, genau da geht die „Unzuverlässigkeit“ der heutigen Welt ja los.

Nicht darin, daß die Männer (oder die Frauen) heute nicht mehr bereit wären, einen Bund fürs Leben einzugehen.

Sondern darin, daß von außen ständig Faktoren dazwischenfunken und viele Partner dann abhauen, die Frauen ihren Mann als Loser abstempeln oder die Männer, nachdem sie jahrelang von ihren Chefs wegen ihrer Frau attackiert wurden, und da reden in der heutigen Arbeitswelt viele Chefs mit rein, obwohl sie das nichts angeht, diese „abschaffen“.

Das „in guten und in schlechten Zeiten“, das wird heute von vielen so nicht mehr gesehen. Da sind die Ansprüche an den anderen extrem gestiegen. Selbst von einem Traumpärchen, beide total konservativ, der Mann auch immer erfolgreich gewesen, kein Vergleich mit dem, was man in meiner Branche üblicherweise erlebt, ist dieser Tage die Frau ausgebüxt. Bei denen hätten wir das nie erwartet – oder eben wenn, dann vor 25 Jahren, als sie jung waren…

Aber selbst wenn man zusammenbleibt: Wenn man nie weiß, ob man im nächsten Monat noch einen Job hat, dann hat man auch nicht das Bedürfnis, eine Familie zu gründen. Schon rein körperlich nicht: Mit ständiger Zukunfsangst bekommt keiner einen hoch, und Frauen mögen dann ebensowenig. Schließlich sieht man genügend Kollegen, die dann mit Kindern und ohne Job dasitzen und sich versuchen durchzuschlagen – das schreckt gewaltig ab!

Mag alles „Jammern auf hohem Niveau“ sein, wenn man es mit den Zuständen vor 100 oder 200 Jahren vergleicht, aber Geborgenheit ist selten geworden.

als die Frau im Prinzip Angestellte ihres Mannes war, denn ihre Gegenleistung fürs „Aushalten“ bestand ja darin, den Job der Haushälterin, Erzieherin, Innenarchitektin, Gesellschafterin etc. zu übernehmen.

Nun, manches davon ist aber ein angenehmerer Job gewesen als der des Mannes. Haushalt mag nervig sein, aber abgesehen vom Erziehen, das schon heftig sein kann, sind es machbare Sachen. Da hat sich mehr das „ich bin ja nur Hausfrau“ als gesellschaftlicher Makel herausgebildet, der heute dazu führt, daß das keine Frau mehr machen will. Plus natürlich die Tatsache, daß ein Mann, der alleine verdienen muß oder eine Frau, die alleine verdienen muß (wobei die dann normalerweise zumindest keinen Mann mit ernährt) es heute kaum mehr schaffen kann, in den 50ern war das dank „Wirtschaftswunder“ gar kein Problem, außerdem sah man nach dem Krieg ohnehin alles als Wunder an und hatte eine ganz andere Herangehensweise, die aber keine Dauer hatte.

Jedenfalls im Gesellschaftsdurchschnitt. Einzelne Ausreißer gab es auch da. Wie die erste Frau meines Vaters, für die er nach dem Krieg auf Baustellen jobbte, statt zu studieren, damit sie ihr Medizinstudium machen kann, um das zu finanzieren und dann erst anschließend, wenn sie ihre Praxis, zu studieren; die aber, nachdem sie mit dem Studium fertig war, meinen Vater stattdessen fallen ließ und sich einen ihr standesgemäßen Arzt suchte, weil mein Vater ja nun ihretwegen (noch – blieb dann aber natürlich auch so) kein Akademiker geworden war und ihrer damit nicht mehr würdig. Und die dann in der nunmehr „angemessenen“ Ärzte-Ehe immer noch nicht zufrieden war und sich umbrachte, wodurch meine Mutter auf einen Schlag drei Babys zu versorgen hatte, davon zwei 18jährige…

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7. limone - 31. Oktober 2011

Tja… ich kann mich nur schwer in einen Menschen hineindenken, der rein bzw. primär aus Versorgungsgründen einen Bund fürs Leben schließt, aber wahrscheinlich sollte ich einfach nur froh sein (und bin es auch!), dass ich das nicht muss und die Chance habe und nutze, meinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

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8. limone - 31. Oktober 2011

Nebenbei… jetzt stell dir mal vor, du wärst verheiratet und würdest den Haushalt etc. machen, deine Frau wäre der Alleinverdiener in der Familie, und du hättest maximal ein Taschengeld für dich selbst und müsstest sie um jeden Euro bitten und jede Ausgabe vor ihr rechtfertigen („Wie? Schon wieder ein %insert_gadget_here?“) Würdest du das wollen? Abhängigkeit ist nie gut, egal für wen.

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9. DL2MCD - 31. Oktober 2011

Nun, ich würde keine Frau wollen, die mich nur liebt, weil ich sie durchfütter. Ich denke aber, das würde kein Mann wollen (und auch keine Frau) und auch nicht mitmachen, wenn er dies so wüßte. Was natürlich nicht ausschließt., daß sich so etwas entwickelt oder jemand insgeheim diese Ziele hatte.

Ebenso wollte ich auch nie abhängig sein. Natürlich nicht.

Allerdings habe ich auch einen Bekannten, der gut aussieht und so seit Jahren glücklich lebt. Damit auch schon mal gescheitert ist, weil sie feststellte, daß sie Frauen bevorzugt und ihre Familie ihn dann rauswarf, er dann den OE machen mußte. Doch nun seit Jahren glücklich verheiratet ist und dafür, daß er nun nicht mehr andere anknabbert (wenn er das denn tut…), gut versorgt ist.

Hätte ich keine Angst davor gehabt, dann hätte ich mich auch auf eine Ost-Freundin einlassen können,…was stattdessen in die Binsen ging. Ja, auch weil ich Angst davor hatte, abhängig zu werden. Als ich sie kennenlernte, war ich unabhängig, aber später wäre ich es nicht mehr gewesen, mangels tragfähigem Job.

Aber wenn ich mir ansehe, von wem ich dann doch so abhängig gewesen bin an Chefs, wessen Launen und Gemeinheiten ich so teils ertragen mußte, wer mir sogar Vorschriften im Bereich Partnerschaft machen wollte („Freundin? Davon stand aber nichts im Arbeitsvertrag, das hindert Sie ja am vollen Einsatz bei uns!“ oder „Ich will endlich, daß Du tust, was ich will“, was in dem Fall hieß, einen Troll (Leser) zu füttern, der etwas gegen meine Beziehung einzuwenden hatte, weil er selbst außerstande war, eine zu finden, die es mit ihm aushielt und mich dafür beneidete)…? Wo mir ein Chef allen Ernstes vorwarf, ich hätte nichts anderes als Sex im Kopf, weil ich konkret einen Artikel aus dem New Scientist zitiert habe und zudem „kuriose Sex-Themen“ dort eine feste Rubrik waren, die nicht ich erfunden hatte? Wo Geschäftsführer mich abgelehnt haben, obwohl die Redaktion mich wollte, nur weil ich auf Frauen stehe und nicht auf Männer…? Wo ein Chef mich rauswarf, weil ich mich auf einer Pressekonferenz vor seinen Augen mit einer Kollegin unterhalten hatte, bei der er abgeblitzt war (was ich natürlich nicht wissen konnte)?

Na da wäre die Abhängigkeit von einer Lebenspartnerin eigentlich auch nicht schlimmer. Mal ganz rational betrachtet. Was dem Thema natürlich nicht gerecht wird, emotional fiele es mir ebenso so schwer wie Dir. Ich glaube, das ist uns beiden sehr wichtig. Nur gehen wir dafür andere Abhängigkeiten ein, wirklich frei sind wir dadurch auch nicht, das wirst Du wohl zugeben müssen.

Anderen ist das aber offensichtlich nicht so wichtig…simpler gestrickte Charaktere haben es halt leichter im Leben, ist ja nichts Neues 🙂

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10. limone - 1. November 2011

Irgendwelche Abhängigkeiten existieren tatsächlich immer, das ergibt sich schon aus der Natur des Menschen als „zoon politikon“. Aber wenn’s mit dem Chef nicht gut läuft, kann man diesen Zustand doch noch eher ändern als wenn’s mt dem Lebenspartner nicht gut läuft, oder man ist wenigstens nicht mit dem Herzen involviert.

Simpel gestrickt hat man es leichter, das stimmt. 😉

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11. DL2MCD - 1. November 2011

oder man ist wenigstens nicht mit dem Herzen involviert.

Das gibt es nur außerhalb des Journalismus. Obwohl auch da der Mitarbeiter, der einfach ordentlich seinen Job tut, heute nicht mehr genug ist. Auch da soll beim Jobinterview nach dem Leuchten in den Augen gesehen werden, um Adler und keine Enten, um Rennpferde und keine Arbeitsgäule einzustellen. Gestern veröffentlicht:

http://www.ibusiness.de/members/aktuell/db/593834jg.html

(nur für Mitglieder zu lesen und ab morgen früh sogar nur für Premium-Mitglieder, sorry)

Auswahlkriterium: Leuchtende Augen

[…] Der Unternehmensberater, Gründer und Autor Klaus Kobjoll achtet im persönlichen Gespräch vor allem darauf, ob die Augen leuchten, wenn potenzielle Mitarbeiter über die zukünftige Aufgabe sprechen. Eine schöne Übersicht zu den Unterschieden zwischen Adlern und Enten bietet auch Bodo Schäfer Bodo Schäfer auf Xing nachschlagen in seinem Buch „Gesetze der Gewinner“.

Darin geht es um diejenigen, die eine Aufgabe wollen, und diejenigen, die nur einen Platz zum Ausruhen oder Jammern suchen. Deshalb sollten Unternehmer in die Probearbeit Tests einbauen, auf die Adler und Enten unterschiedlich reagieren.

Anziehungskraft für Adler: Herausforderung und Eigenverantwortung
Adler suchen im Gegensatz zu Enten eine Aufgabe – also sollte man sie ihnen auch geben! Mit anderen Worten: Nur wenn man eine Aufgabe anzubieten hat, die herausfordernd und sinnvoll ist, zieht man die richtigen Leute an. Ansonsten kommen die Enten. Wer aktuell mit einem Ententeich zusammenarbeitet, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Dies entspricht der Geschichte mit den Steinmetzen: Ein Passant fragt die Steinmetze, was sie tun.

Der erste Steinmetz räumt mürrisch Steine zusammen und sagt: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt“.
Der zweite Steinmetz klopft mit wichtiger Miene auf seinen Stein: „Ich liefere die beste Steinmetzarbeit weit und breit.“
Der dritte Steinmetz schaut den Fragenden mit glänzenden Augen an und sagt: „Ich baue eine Kathedrale“.
Nicht in dieser Geschichte ist der vierte Steinmetz. Der schaut den Fragenden ebenfalls mit glänzenden Augen an und sagt: „Wir bauen eine Kathedrale für die Gemeinde“. Und alle nicken.

Mehr will ich da jetzt nicht zitieren, sonst ist mir Joachim Graf möglicherweise böse, weils ja im Premium-Bereich steht.

Ein Artikel, der einerseits nur zu wahr ist – ja, man muß für eine Aufgabe brennen, damit man wirklich gut ist. Dann ergibt sich der „Flow“, dann wächst man über sich hinaus. Dann können 2 1/2-Mann-Teams Erstaunliches zusammen leisten, so wie bei Telepolis.

Und andererseits ist genau das die Gefahr:

Wenn die Augen leuchten, wie sonst nur in der Liebe, wenn man in seine Arbeit verliebt ist, dann nimmt man Dinge hin, die jenseits jeder Selbstachtung liegen, dann hängt man an dem Job und ist am Boden zerstört, wenn der Chef einen nicht mehr mag, haßt und mobbt.

Als ich bei Heise ausgestiegen bin, sagte der Geschäftsführer zu mir, das mit dem Zerwürfnis zwischen mir und meinem Chef sei wie das Ende einer Beziehung!

Da konnte ich nur zu sagen, daß das Ende von Beziehungen zumindest nach den Teenagerjahren (wo ich auch da durchaus rachsüchtig war) bei mir stets wesentlich stilvoller abgelaufen ist, ohne Rosenkrieg, ohne das Ziel, den anderen zu vernichten. Man redete vielleicht nicht mehr miteinander (manchmal), man ging sich aus dem Weg – aber das war es dann auch.

Wenn dagegen ein „Job“ (den man ja um Himmelswillen nicht mehr so nennen darf, es ist jetzt eine „Aufgabe“) zuende geht, bzw. die „Liebesbeziehung“ dahinter (die zum Chef, nicht zum Job), dann ist das wesentlich schmerzhafter. Man hatte ja Pläne, die einen der Chef nie umsetzen ließ. Träume, Wünsche.

Und steht in einer Branche, in der viel geredet wird, nun mit einem Makel da. Weil man gescheitert ist, und weil man, egal, wo man war, nun in eine bestimmte Schublade gesteckt wird, die vom Ruf des betreffenden Mediums beschriftet ist – Tekkie, linker Sozi, Revanchist, … – make your choice. Du kannst nicht heute bei Telepolis sein und morgen zum Focus gehen. Du bist dann für eine ganze Reihe von Medien nicht mehr tragbar. Auch wenn Telepolis gar nicht links ist, aber zumindest so tut. Aber irgendeinen Ruf hat jedes Medium, oft zu Unrecht.

Ich habe einen ähnlichen, sicher auch sehr interessanten Job dieser Art nicht gewagt anzugehen, der Kollege und potentielle Chef beklagt gerade selbst in einem Beitrag „Wer ist dieser Mensch, der da vor mir sitzt und bei mir arbeiten will? Bei diesem Ratespiel habe ich mich oft getäuscht.“- Weil ich sowas nach Telepolis einfach nie wieder erleben wollte. Einen Job, in dem man total aufgeht, in dem man mit Leib, Seele und Herzen drinhängt, bei dem aber ein anderer der Chef ist, einen aus welchen Gründen auch immer, z.B. Verleumdung durch einen neidischen Leser und einen frustrierten Plagiatsjäger, vielleicht eines Tages doch nicht mehr mag, und einem alles in Trümmer haut.

Ich finde, derartig tief gehende Verbindungen zum Job kann man nur eingehen, wenn man selbst eine Chef-Funktion hat, z.B. wenn man ein Unternehmen mit anderen gründet. Und auch dann kann man rausgedrängt werden, so wie es meinem Vater erging. Der heute, mit 95 Jahren, noch von seinem ehemaligen Co. von vor 40 Jahren attackiert wird, vor Aufregung ins Krankenhaus kam und dieser Tage deshalb einen Prozeß führen muß.

So ein Affentheater hast Du mit Mann-Frau-Beziehungen außerhalb von Extremen eigentlich nicht.

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12. limone - 1. November 2011

leider komme ich an den artikel schon nicht mehr ran (auch mit login nicht). ich halte diese vorstellung mit den adlern und enten aber für romantisierend bis gefährlich. mag sein, dass man gerade in berufen, wo es auf kreativität, hingabe, engagement ankommt (ich denke da auch an ärzte oder pflegepersonal, wo ich mir sehr wünsche, dass sie ihren beruf mit dem herzen machen!!), aber auf der anderen seite muss man auch mal realistisch bleiben: es gibt in unserer gesellschaft nun mal sehr viele verschiedenartige jobs, und ein großer teil davon muss einfach gemacht werden, auch wenn er wenig leidenschaftspotenzial bietet. da wäre mir als chef ein robuster ackergaul lieber als ein überspanntes rennpferd, solange die ergebnisse einigermaßen brauchbar sind. natürlich braucht eine firma gute, engagierte führungskräfte, aber genauso braucht sie menschen, die eher leidenschatsflos und gedöns ihnen verordnete aufträge einfach ausführen, ohne das rad neu erfinden zu wollen oder sich zu sehr in alles reinzusteigern, weil sie mit dem herzen drinstecken.

der jobsuchende liest solche artikel und weiß nun, worauf er achten muss, verbessert seine schauspielfähigkeiten, und das einzige, was passiert, ist, dass (neben ein paar, die wirklich „brennen“) ein haufen guter schauspieler und selbstdarsteller eingestellt wird.

ein echtes, menschliches miteinander muss man oft suchen – natürlich ist der idealfall, dass man sich auf der arbeit aufgehoben fühlt wie in einer familie, aber das bleibt in der praxis häufig nur ein romantisches ideal. nicht von ungefähr nehmen die burnout-fälle und die behandlungsbedürftigen psychischen störungen unter werktätigen zu.

dennoch gibt es die gebrochenen herzen und eifersuchtsmorde doch eher in beziehungen und weniger in arbeitsverhältnissen, oder? 😉

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13. limone - 1. November 2011

p.s.: darüber könnte man bücher schreiben, ich kann hier vieles nur anreißen. leider kann ich auch meinen kommentar nicht editieren, aber noch ein nachsatz zu ärzten und pflegepersonal: wenn ich „mit dem herzen“ sage, denke ich da an den landarzt alter schule, weiß aber selbst, dass man in einem krankenhaus, wo es hektisch zugeht und oft ein kühler kopf gefragt ist und man das leid der patienten nicht an sich heranlassen darf, eher eine gute abschottungsfähigkeit und quasi leidenschaftslosigkeit im sinn von unempfindlichkeit gefragt ist, weil man den job sonst nicht lang durchhält.

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14. limone - 1. November 2011
15. DL2MCD - 1. November 2011

ich halte diese vorstellung mit den adlern und enten aber für romantisierend bis gefährlich.

Ich halte sie für ganz schön abwertend. Eine Schubladen-Einteilung in Adler, die über allem schweben und lahme Enten, die aber am Boden bleiben und die Arbeit machen…

Sie ist in dem Markt der Arbeitsmotivationsbücher nicht neu, ich hab hier auch „Schick keine Enten in die Adlerschule“ (oder andersrum), was so ein sinnvoller Titel ist wie „Steck die Sau nicht in den Kuhstall“, klingt originell, gab da wirklich eine ganze Schwemme solcher Buichtitel, und sagt am Ende gar nix. Das Buch dahinter war oft totales Geschwafel ohne Nährwert.

mag sein, dass man gerade in berufen, wo es auf kreativität, hingabe, engagement ankommt (ich denke da auch an ärzte oder pflegepersonal, wo ich mir sehr wünsche, dass sie ihren beruf mit dem herzen machen!!),

Wo man aber auch die Schattenseite sieht, daß manche sich total ausnutzen lassen deswegen. Vor allem Krankenschwestern/-pfleger etc.

aber auf der anderen seite muss man auch mal realistisch bleiben: es gibt in unserer gesellschaft nun mal sehr viele verschiedenartige jobs, und ein großer teil davon muss einfach gemacht werden, auch wenn er wenig leidenschaftspotenzial bietet.

Du willst nicht, daß die Müllabfuhr bei Dir ein Lied singend vorfährt? ;o)

der jobsuchende liest solche artikel und weiß nun, worauf er achten muss, verbessert seine schauspielfähigkeiten, und das einzige, was passiert, ist, dass (neben ein paar, die wirklich „brennen“) ein haufen guter schauspieler und selbstdarsteller eingestellt wird.

Das passiert sehr oft und ist das Schlimmste. Denn ebenso, wie man mit einer Frau, der man was vorspielen muß, nie glücklich werden wird, klappt das mit dem Job nicht.

ein echtes, menschliches miteinander muss man oft suchen – natürlich ist der idealfall, dass man sich auf der arbeit aufgehoben fühlt wie in einer familie, aber das bleibt in der praxis häufig nur ein romantisches ideal.

Man braucht ein gutes Klima. Eine Familie, das kann auch zuviel sein, wenn der Chef dann abends noch mit einem in die Sauna will oder in den „blauen Engel“ (gab es auch schon).

Sowas gab es wohl eher in der DDR. Und nicht immer freiwillig…

dennoch gibt es die gebrochenen herzen und eifersuchtsmorde doch eher in beziehungen und weniger in arbeitsverhältnissen, oder? 😉

Du hast schon mal was von „Amokläufen“ („Going postal“) gehört?

p.s.: darüber könnte man bücher schreiben

Mach! 🙂

Danke für den Link, der Kommentar ist wohl an vielen Stellen erschienen…

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16. limone - 2. November 2011

Ich bin nicht sicher, ob die Definition von Adlern und Enten immer gleich ist – nach dieser Definition, die ich hier gefunden habe, wären Enten permanent überforderte und eher unproduktive Quasselstrippen:

http://unternehmensentwicklung.blogspot.com/2006/05/sei-ein-adler-und-keine-ente.html

Ist aber auch eine ziemlich gemeine Einteilung, die dem Individuum nicht gerecht wird. Schubladen halt.

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17. limone - 2. November 2011
18. DL2MCD - 2. November 2011

Achja, der Bodo Schäfer…der Mann, der sagt, man solle immer einen 1000-DM-Schein im Portmonnaie mit sich herumtragen, um sich reich zu fühlen…und daß Geld Frauen so ganz doll richtig gut tut…:

http://www.value-analyse.de/value-forum/showthread.php/612-Finanzhaie-Zeitungsschmierfinken…….und-andere-Betr%C3%BCger/page2

Ja, solche Durchblicker brauchen wir, um voranzukommen…nicht wirklich…

Da nehme ichs doch lieber mit dem Blog Kooptech… *g*

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