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Bei der Bahn geht das Geld zur Neige… 30. Januar 2012

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen.
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Ein Grund, meinen Wohnort zu wählen, war die gute Bahnanbindung: Auto fahren ist Arbeit, teuer und gefährlich. in die Bahn setzt man sich rein und der Fall ist erledigt, dann kann man lesen, schlafen, Musik hören.

Auf der Strecke ins Allgäu wird nun die Neigetechnik eingeführt. Bis zu meinem Wohnort allerdings überflüssig, sofern der Zug nicht in einer Steilkurve anhält. Das spielt erst später Richtung Lindau eine Rolle.

Extrem ärgerlich ist allerdings, daß deshalb die Zugfolge abends halbiert wurde: Statt 1-Stunden-Takt, was schon nervig sein kann, tagsüber halbstündlich. fährt nun zwischen 21.19 und 23.19 überhaupt kein Zug mehr ab München Hauptbahnhof!

Früher:

19.19
19.51
20.39
21.41
22.51
23.53

(der geniale Nachtzug um 0.44 wurde schon vor ein paar Jahren ersatzlos gestrichen)

Jetzt:

19.19
19.51
20.20
21.19
23.19
23.53

Die Bahn – beziehungsweise die BEG, die den Fahrplan macht – sagt dazu, dies sei keine Einschränkung, es seien genauso viele Züge wie zuvor. Und mit nun zwei Alex (der um 23.20 ist jetzt auch ein Alex) ist es wesentlich angenehmer geworden.

Das stimmt zwar, nur statt alle Stunde am Abend fahren die Züge jetzt mal alle halbe und mal nur alle zwei Stunden! Und das neue „Loch“ zwischen 21.19 und 23.19 trifft genau die Heimfahrt von Abendveranstaltungen: Um kurz vor 21 Uhr, sodaß man den von 21.41 auf 21.19 vorverlegten Zug noch bekommt, sind sie selten aus, und 23.19 ist einfach zu spät: Da bin ich erst weit nach Mitternacht zuhause, und um 4.45 muß ich wieder aufstehen…

Am Wochenende gibt es auch um 22.20 einen Zug, aber am Wochenende kann ich auch mit dem um 23.19 gut leben. Nur in der Woche nicht, wenn ich am nächsten Tag wieder arbeiten muß.

Typisch z.B. gestern Nerdnite: 5 Minuten zu Fuß vom Münchner Hauptbahnhof, besser geht es kaum. Doch bei Beginn um 20 Uhr natürlich nicht um 21 Uhr schon wieder aus.

Also mit dem Auto ins Büro, am Abend mit dem Auto in die Stadt. Ärgerlich und teuer, 20 € zusätzlich. Dann ewige Parkplatzsuche und fast 4 € an Parkgebühren. Und weiter zu laufen als von der Bahn.

Oder die Veranstaltungen im Münchner Presseclub, am Marienplatz. Was soll ich da mit dem Auto? Aber so muß ich nun vorzeitig rausrennen…

Doch die BEG schreibt nur:

Leider war es aus finanziellen Gründen nicht möglich, auch um 22.20 Uhr noch einen Zug täglich fahren zu lassen. Wir mussten uns hier auf die nachfragstarken Abende an Freitagen, Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beschränken.

Na mir hätte auch der zuvor um 22.51 fahrende Zug gereicht. Aber jetzt erst 23.19, wenn man es nicht bis 21.19 geschafft hat, das geht einfach nicht. So schön der Alex auch ist.

Tja, tut mir leid, damit ist es nun wohl vorbei mit abendlichen Treffen mit Freunden, Nerdnite & Co. Außer direkt nach der Arbeit, um 18 Uhr.

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Kommentare

1. Ulf J. Froitzheim - 30. Januar 2012

Ich wollte mich bei der BEG auch schon beschweren – und werde es noch tun. Mir passierte es vor ein paar Wochen, dass ich nichts ahnend den 21:19-Uhr-Zug knapp verpasste, weil ich schon nicht damit gerechnet hatte, dass die den Zug NOCH früher fahren lassen würden als 21:41 Uhr – früher fuhren alle Züge stündlich gegen zehn vor voll. Und dann hängste zwei Stunden rum.

Die Begründung der BEG ist jedenfalls tolldreist: Die Zahl der Züge hat sich nicht geändert. Man könnte ja auch sämtliche Züge vormittags fahren lassen, ohne dass es auf der Strecke zu Staus käme…

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DL2MCD - 30. Januar 2012

Ja, man könnte auch alle Züge zu einem ganz langen zusammenhängen, dann sind ja immer noch so viele Wagen wie vorher unterwegs… 😦

Willkommen im Club. Genau dieses Erlebnis hatte ich in der ersten Woche nach der Fahrplanumstellung: Wollte heim von der Nerdnite, Alex um 21.41 weg, weil schon um 21.19 gefahren, und dann empfahl man mir einen ICE um 22.40, der über Augsburg fuhr und mit dem ich auch nicht eher zu Hause gewesen wäre (aber viel teurer!!!).

Am „Dienstpunkt“ (Servicepoint) in der Bahnhofshalle war die Hölle los, da waren lauter Leute teils für die ganze Nacht gestrandet, die das nicht wußten, Fahrpläne für die Strecke sind ja eh‘ immer aus. Die hat dann der Mann am Servicepoint ausgedruckt. Am Handy hatte ich zwar zuvor schon das Desaster bemerkt, das aber für eine Fehlfunktion gehalten. Zumal der Zug um 22.20 fast immer mit angezeigt wird, aber halt in der Woche gar nicht fährt. Da sagt dann jeder „was wollense denn?“.

Angeblich wurde das ein halbes Jahr vorher zur Abstimmung ausgelegt, frag mich nur, wo. Ich wußte bis dato überhaupt nix von einer BEG, die Leute vom Alex haben mir erst von der erzählt. Mich hat niemand gefragt und fragt nun offensichtlich auch keiner mehr. Die DB äußert sich zu der Sache ohnehin nicht.

Schreib lieber drüber, der BEG scheint es egal zu sein. ich hab kein geeignetes Medium dafür.

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2. …doch bei der Post Bahn gehts nicht so schnell…! « Notizen aus der Neidbranche - 13. Februar 2012

[…] Nein, nicht die Züge sind gemeint. Die sind eigentlich ganz flott – so sie denn verkehren. […]

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