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Zentrale Wasserenthärtung Buchloe: Was spricht dafür und dagegen? 12. Juni 2012

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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Eine ungewöhnliche Entscheidung steht in Buchloe an: Ein Bürgerentscheid – der erste nicht überregionale -, über die Frage, ob eine zentrale Wasserenthärtung gewünscht ist.

Buchloe hat wie eigentlich die meisten Orte im Voralpenland zu hartes Wasser – über 20 Grad deutscher Härte (GdH). Schlecht für Waschmaschinen, Boiler, Wasserkocher, Kaffemaschinen, Spülmaschinen, Duschen etc.

Es gibt Wasserfilter, z.B. von Britta, mit denen man einen Liter weiches Wasser zum Teekochen bekommt.

Und zentrale Wasserenthärtungsanlagen fürs Haus.

Dazwischen gibt es wenig – es gibt noch Anlagen, die dann nur einen Wasserhahn in der Küche bedienen, aber so teuer sind, wie die zentrale Anlage.

Die zentralen Hausanlagen nutzen dann meist Ionenaustauscher (Salz statt Kalk – gar nicht gesund) oder andere, physikalisch-elektrische Verfahren, die gesund, aber nicht sehr effektiv sind, vor allem beim hiesigen Wasser.

Die zentrale Anlage für ganz Buchloe nutzt dagegen Membranen – das ähnelt Entsalzungsanlagen mit umgekehrter Osmose.

Das ist weit gesünder und billiger als die selbst einzubauenden Anlagen.

Die Stadt hat hier Informationen darüber veröffentlicht.

Das Wasser ist nachher nicht völlig weich und mineralbefreit – es wird nur auf 7 GdH reduziert. Es bleibt nach wie vor mineralhaltig.

Es wird Waschmittel und Energie gespart und Geräte halten länger.

Dafür wird natürlich das Wasser teurer.

Inzwischen werden Faltblätter verteilt, gegen die Wasserenthärtung zu stimmen.

Das einzige überdenkenswerte Argument darin ist ein möglicher höherer Wasserverbrauch.

Daß Leute aus Gewohnheit weiter Waschmittel hoch dosieren, ist dagegen nicht anzunehmen.

Mit „teurem Luxus“ hat das nichts zu tun, außer für Leute, die keine Waschmaschinen, Kaffeemaschinen etc. nutzen.

Und der Stromverbrauch im Haushalt wird so geringer.

Ich stimme für die zentrale Wasseraufbereitung, weil die Technik so besser ist als die, die in einzelnen Gebäuden anwendbar ist. Es handelt sich um eine reine Filterung ohne Chemie. Wo Filterung schlecht für die Wasserqualität sein soll, ist mir unklar.

Zuvor war ich gegen die Anlage, weil ich einen Ionenaustauscher befürchtete – diese würden aber heute für Trinkwasser in einem ganzen Ort gar nicht mehr zugelassen.

Ich werde für die Anlage stimmen.

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