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„Keine Bewirtungsrechnung!“ 17. Dezember 2012

Posted by DL2MCD in Wie bitte?.
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Ja warum denn eigentlich nicht? Es ist eine maschinell erfaßte Rechnung, es ist ein Kellnername angegeben und die notwendigen Angaben könnte man doch auf die Rückseite schreiben, oder?

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Ääähhh…nö! Da steht ja schon was drauf!

Da hat wohl wer seine Kassenrolle gebraucht bei Ebay gekauft…?!

Aber es hat nicht nach Benzin geschmeckt…immerhin…

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Kommentare

1. Willi Wutz - 18. Dezember 2012

guter Fund! also mal überlegen: was bringt einen Gastwirt dazu, sowas auf seine Rechnung zu schreiben? Als weiteren Anhaltspunkt noch die Info, dass man im Finazamt von den sog BMW- Betrieben spricht: Bäcker, Metzger und Wirte sind dort bekannt für hmm… kreative Kassenführung.
Der Wirt will also erreichen, dass Gäste extra eine rechtlich saubere Rechnung anfordern, wenn sie sie brauchen. Das Problem mit denen ist, dass diese dann in einer anderen Buchführung aufgeführt werden, und somit gegengeprüft werden können. D.h. diese Rechnungen darf er nicht nachträglich manipulieren (zb einzelne Positionen stornieren), wohingegen er normale Rechnungen problemlos reduzieren kann, und sich so extra unversteuerte Einnahmen verschaffen kann. Nur, wie manipuliert man einzelne Rechnungen? Na, indem man vor Rechnungsabschluß noch die Positionen verändern kann. Aber wir haben doch eine Rechnung in der Hand? Ne, nicht wirklich. Dieser Wirt ist ein Cleverle, er hat einfach den Text für „Zwischenrechnung“ editiert auf „keine Bewirtungsrechnung“. Und schon macht der Zettel einen Sinn: Der Kellner geht zum Gast mit der Zwischenrechnung, der Gast zahlt entweder und geht, dann kann man an der immer noch offenen Rechnung was wegstornieren, oder er will einen Beleg, dann geht man zur Kasse und lässt die echte Rechnung raus. Sauber gelöst! 🙂
Ob das Nürnberger Finanzamt hier wohl mitliest?

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DL2MCD - 20. Dezember 2012

Aua. Danke für die Erklärungen!

Es war nicht meine Absicht, das Finanzamt schlau zu machen, ich habe mich halt nur geärgert, als ich zu spät merkte, daß diese Rechnung wirklich zu nichts zu gebrauchen ist, weil die Rückseite auch bedruckt ist, und zwar völlig unpassend. Da muß das Finanzamt ja schon fast an eine Fälschung denken, wenn vorne Handwerkerhof und hinten Shell drauf steht. Und mich gewundert, daß jemand freiwillig so einen vernichtenden letzten Eindruck hinterläßt – das Essen war ja prima, aber wie schaut das denn aus, wenn man den Eindruck hat, der kann sich keine frische Kassenrolle mehr leisten…?

Das erklärt vielleicht auch das Theater, das wir im Sommer mal in Friedrichshafen hatten. Da hatten wir ansich gut gegessen, mit einem netten Herren, zu dem wir uns an den Tisch dazu gesetzt hatten (es war Amateurfunkmesse, da setzt man sich unter Kollegen schon mal zusammen). Der ging dann eher, und zahlte. Wir wollten später zahlen, und brauchten eine Rechnung, da wir tatsächlich eingeladen wurden, doch der Kellner kam erst ewig nicht und war dann völlig außerstande, diesem Wunsch nachzukommen, weil er die Tische angeblich bereits komplett in der Kasse verbucht hatte, mitsamt des Herrn, der zwar bei uns gesessen war, aber bereits selbst gezahlt hatte, und den da nicht mehr rausbrachte…

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