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Was Gravenreuth schließlich aufgeben ließ… 19. Dezember 2012

Posted by DL2MCD in Nervensägen, Pleiten, Pech und Pannen.
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Es gibt in unserer Gesellschaft etliche Menschen, für die 10.000 oder 20.000 € kein Geld sind. Auf jeden Fall nichts, was ihnen Kummer bereitet.

Einer davon sah es allerdings am Schluß anders:

Seine Masche war es in seinen letzten Jahren stets gewesen, mit Streitigkeiten in eigener Sache in 1. Instanz zu verlieren, in 2. aber zu gewinnen und so viel Geld für seine Tätigkeit in beiden Instanzen einzukassieren – zum Schaden der von ihm mit Klagen belästigten Mitmenschen.

Am Schluß lief es aber einmal andersrum: Da gewann er schon in der 1. Instanz gegen einen bekannten Webhoster, doch in der 2. verlor er.

Das war auch gut so, denn damit war seiner Taktik, mittels (Mit-)Störerhaftung immer noch weitere Personen in seine Streitigkeiten hineinzuziehen, gestoppt. Ein anderer Ausgang dieser Streitigkeit hätte unendlich viele Folgeprozesse zur Folge gehabt.

Allerdings mußte er nun auch etwa 7000 € zahlen.

Das brachte dann das Faß zum Überlaufen.

Und ja, in dem Fall bin ich wirklich froh, daß es so gekommen ist. Nicht, weil er auch mir versuchte, das Leben zur Hölle zu machen und eine Freundschaft daran zerbrach. Und auch nicht, weil diese 7000 € den Ausschlag gaben. Es ist nie schön, wenn jemand nicht mehr weiter weiß. Auch eine jahrzehntelange Freundin von mir hat sich wegen „ach so banaler“ Geldsorgen erhängt.

Sondern, weil er sicher nicht nur deshalb mit einer geladenen Pistole in das Haus seiner früheren Studentenverbindung (die ihn rausgeworfen hatte) lief, um sich selbst umzubringen. Er hatte vermutlich Schlimmeres vor.

Doch er hat dann eine traurige, doch für alle Beteiligten tragbare Entscheidung getroffen.

Und dafür kann man dankbar sein, denn zuvor waren seine Entscheidungen oft genug eben nicht so ausgefallen.

Einer hat dies übrigens schon ein Jahr vorher kommen sehen. War mir damals schon aufgefallen.

Seine Berufskollegen sollten sich aber zukünftig hämische Sprüche wie „es ist doch nur Geld“ nach dem finanziellen Plattmachen eines sie störenden Mitmenschens verkneifen. Nicht nur Räuber töten für Geld. Es kann auch aus Verzweiflung geschehen. Und dann auch Unbeteiligte treffen.

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