jump to navigation

Der Hobbit in 3D und 48 Hz 7. Januar 2013

Posted by DL2MCD in Rezensionen.
trackback

Nach Avatar und Alice im Wunderland hatte ich nun keinen 3D-Film mehr im Kino angesehen. Eigentlich gar keinen Film mehr.

Doch nun interessierte mich die neue 48-Hz-Technik, auch HFR (High Frame Rate) genannt. Was beim Heimkino bereits möglich ist – 50 Hz Vollbild – soll so nun auch ins Kino kommen. Gerade bei 3D ist das sinnvoll, damit die Bilder flüssiger werden, nicht ruckeln und einem nicht schlecht wird.

Echte Cineasten meckern natürlich, daß es jetzt nicht mehr nach Kino aussieht, sondern nach Video, weil es nicht mehr ruckelt und kein Filmkorn mehr hat. Ja klar, es gibt ja auch Leute, denen das Rauschen der Kassetten und das Knacken der Schalplatten fehlt…

Da ein nur 10 km entferntes Kino den „Hobbit“ in 48 Hz zeigte, habe ich mir den Quatsch mal angesehen (Quatsch, weil der Film selbst zugegeben ziemliches auf fast drei Stunden aufgeblasenes Gedöns ist – eine Werbung für WoW vor dem Film sah fast genauso aus, der ganze Film wirkt wie ein Computerspiel).

Tatsächlich ist 3D mit der Sony-HFR-Technik recht gut geworden: Geisterbilder gibt es keine mehr, auch wenn man den Kopf dreht. Es ist aber immer noch etwas dunkel – zumal bei solch trüben Fantasy-Filmen – und von der hohen 2k-Auflösung hat man in den hinteren Reihen natürlich auch nix. Aber zumindest wird einem nicht schlecht.

Sofern man keine Höhenangst hat oder Angst vor auf einen zufliegenden Felsbrocken, versteht sich. Die Zuschauer mit Gegenständen zu bewerfen, bis sie endlich zurückwerfen, ist schließlich 3D-Film-Tradition und irgendwie müssen auch ständig völlig absurde Hängebrückenkonstruktionen gezeigt werden, die alle in sich zusammenkrachen.

Dank HFR können Steine nun auch schneller fliegen und Brücken schneller zusammenkrachen. Und insgesamt hat die 3D-Technik nun ein brauchbares Qualitätsniveau erreicht. Blöde nur, daß man auch bei drei Stunden langen Filmen nun keine Pausen mehr vorsieht – die Augen haben zwar nun kein Problem mehr, aber der Hintern erträgt drei Stunden am Stück auf Kinositzen nur bedingt…

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: