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…doch bei der Post gehts nicht so schnell…! 26. April 2013

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen.
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Nur 75 GB im Monat? Boah, geizige, böse Telekom! Die Empörung im Netz ist groß. Manches, wie das hier:

Bild

ist auch recht passend.

Andererseits, 75 GB? Brächte ich gar nicht zustande mit meinem offiziell 6 MB/s-Anschluß, der tatsächlich nur 2,2 MB/s erreicht. Und ich schaue mit dem Internet auch nicht fern, egal, was ARD & ZDF von mir glauben, ich will tatsächlich vor allem e-mailen! Deshalb gelte ich ja als „Systemfeind“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Telefon, Brief und E-Mail mögen die nicht, da glotzt man ja am Ende weniger…

Würde mir die Telekom-Drosselung also TV-Gebühren sparen, wäre ich durchaus froh. Das passiert aber natürlich nicht.

Wenn ich aber daran denke, wie es früher war, mit Minutentakt, wo man sich erst nach 18 Uhr online traute und den ganzen Tag aufs E-Mail-Abrufen wartete (na ich jedenfalls, während meine Partnerin natürlich nicht bis zum Abend warten konnte, auch mitten am Tag in Foren rumkrakeln mußte und mir so Telekom-Rechnungen von über 400,- bescherte, weil ihr langweilig war, weil ich so viel arbeiten mußte 😦 na klar, das Geld kommt halt nicht wie die Bits aus der Dose…), empfinde ich das als Luxus-Problem. 75 GB pro Monat? Wüßte gar nicht, wohin damit. Und früher drohte die Telekom eigentlich schon ab über 10 GB mit Drosselung.

Klar ist aber natürlich, daß 2016, wenn die neuen Tarife greifen sollen, 75 GB nicht mehr so monströs sein könnten wie heute. Mir andererseits aber ein gedrosseltes Telekom-Netz immer noch lieber ist als seinerzeit die Flatrate von Mobilcom, wo nicht erst ab 75 GB, sondern ab dem ersten Bit alles so gedrosselt war, daß man schon für 1 MB Stunden brauchte…

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Kommentare

1. rr - 26. April 2013

Recht hast Du wohl, auch wenn Du weiter argumentieren würdest, dass Vielnutzer auch viel zahlen dürften. Problem finde ich auch weniger die Volumnegrenze ansich, sondern mehr den Hintergrund, dass diese Bremse nicht für alle Dienste gilt und da ist man eben schnell bei den Argumenten für die Netzneutralität.

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DL2MCD - 26. April 2013

Naja, die, die über Netzneutralität schimpfen, sind oft diejenigen, die sie am allerwenigsten bieten. ARD&ZDF z.B., die für sich von 2007 bis 2012 Rundfunkgebühren verlangten, wenn man einen Internetzugang hatte, obwohl ihnen das Internet nicht gehört und sie auch keine Infrastruktur bieten.

Was die Sache mit dem Telekom-T-Entertain betrifft, so ist es technisch sogar korrekt, wenn das aus der Freigrenze/Netzneutralität raus fällt. Das wird zwar über IP geliefert, aber nicht übers Internet. Das liefert die Telekom über Kabel bis zum Verteilerkasten und speist es dort direkt in die DSL-Leitung des T-Entertain-Kunden ein. Damit ist das nichts anderes als Kabel-TV, wesentlich besser in der Qualität, ohne die Verzögerungen von Internet-TV und mit weniger Kosten, weil es eben gerade nicht über alle möglichen Internet-Backbones und Router läuft. Und deshalb geht der Empfang auch nur mit der T-Entertain-Box und nicht mit normaler Internet-Hardware. Und da entstehen deshalb auch kaum der Guckzeit proportionale Datenvolumenkosten. Das ist einfach technisch was anderes, auch wenns am Schluß aus einer Netzwerkdose kommt.

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