jump to navigation

Abflug statt Nachtflug? 26. Juni 2013

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
trackback

Alan Bangs Sendung „Nightflight“ habe ich leider nie hören können, nur sein Buch gleichen Titels kenne ich. Er ist noch ein DJ der alten Schule, mit Ahnung von Musik, und macht Sendungen, wie ich sie auch auf Radio Caroline höre.

Seine Sendung war zunächst auf BFBS, dann auf dem westdeutschen Rundfunk – beides Sender, die nie in meinem Empfangsbereich lagen, nur BFBS konnte ich in meiner Hamburger Zeit kurz hören, aber das war viele Jahre später.

Beim westdeutschen Rundfunk bekam er dann einen sehr geschmacklosen Abflug verpaßt, typisch für diesen Sender: Er erschien an einem Sonntag wie gewohnt zur Sendung, doch der Pförtner ließ ihn nicht ein. Niemand hatte es für nötig gehalten, ihn über das schlagartige Absetzen der Sendung zu informieren – und die Hörer auch nicht, die dann beim Sender anriefen.

Nun hat sich das beinah wiederholt:

Er hatte seine Sendung nun bei DR Wissen, wo ich sie zugegeben nie vermutet hätte – das ist ja eigentlich ein Wortsender. Digital und über Web zu hören.

Doch auch da hat es nun wieder gerumpelt. Typisch Medien halt, neuer Chef, alles anders :-(.

Bis zum Jahresende läuft die Sendung jetzt aber noch. Aber irgendwie ist es schon komisch: Bei Klassik denkt sich auch kein Sender „uuuh, wir müssen unsere Hörerschaft verjüngen und nur noch Teenie-Moderatoren beschäftigen“. Warum bei Rock? Auch der – leider inzwischen verstorbene – Raimund Wagner hatte das Problem, daß er als „Oldie“ galt. Ja und? Warum kann es im deutschen Radio, insbesondere öffentlich-rechtlich – denn nicht auch Oldie-Sendungen geben, in denen mehr läuft als „Lola“ und „No milk today“? Zumal von jemandem, der etwas von der Musik versteht und auch seltenere Sachen und nicht nur die abgenudelten Standards spielt? Warum muß heute alles „durchhörbar gleich“ sein, statt eben DJs mit Persönlichkeit und Wissen und eigener Musikfarbe zu haben?

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: