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Der Osten ist rot orange! 29. Januar 2014

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Wie bitte?.
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Mein erstes Erlebnis mit Ostberlin datiert auf ein Jahr nach dem Mauerfall. Zuvor habe ich mich nie in die DDR getraut – meine Eltern wußten einfach zuviel darüber.

Naiv, wie ich war, fuhr ich denn auch nicht zu meinem Ziel in Tegel vom Bahnhof Zoo, wo man damals in Berlin mit dem Zug üblicherweise ankam, über den normalen Weg in Westberlin mit U9 und U6, also zweimal Umsteigen, sondern blieb im Zug noch etwas sitzen und fuhr einfach geradeaus weiter bis Bahnhof Friedrichstraße und stieg dann erst dort einmal in die U6 um.

So fuhr kein Berliner, denn so war es ja Jahrzehnte nicht gegangen.

Im Zug hatte ich dann plötzlich das Gefühl, jemand habe am Fernseher soeben die Farbe abgedreht, als dieser die ehemalige Grenze passierte. Ein Jahr nach Maueröffnung sahen Ost- und Westberlin noch völlig unterschiedlich aus. Daß es allerdings heute immer noch Spuren der Grenze gibt, die sogar aus dem All zu sehen sind, verblüfft:

Und zwar hat der Westteil die blaugrünen Quecksilberdampflampen zur Straßenbeleuchtung installiert, der Ostteil dagegen die orangen Natriumdampflampen. Die zwar schlechtere Farbwiedergabe, aber den höheren Wirkungsgrad haben und auch umwelttechnisch unproblematischer sind.

Und das sieht man bei Nacht ganz deutlich!

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