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„Abends gehört Papi mir!“ 5. Mai 2015

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Früher gab es mal die Gewerkschafts-Kampagnen

Am Wochenende/am Samstag/am Sonntag gehört Papi mir!

Lang ist es her – jetzt nehmen die Gewerkschaften Papi für sich selbst in Anspruch 😦

Jedenfalls die GdL, die Gewerkschaft der Lokführer. Die sorgt dafür, daß Papi sein Leben diese Woche jeden Tag in vollen Zügen genießen kann und erst heim kommt, wenn die Kinder längst im Bett sind. Und auch erst in der Firma ist, wenn Cheffe schon tobt über die ständig unpünktlichen Mitarbeiter.

Zufrieden ist Herr Weselsky, seines Zeichens Chef-Großmaul bei der GdL wohl erst, wenn der erste, der seinen Job verloren hat, Amok läuft und ihn abknallt.

Nein, ich habe kein Verständnis dafür, täglich mehrere Stunden zusätzlich auf Bahnhöfen und in Zügen zu verbringen, nur weil Gewerkschaften ein Gerangel untereinander ausfechten, wer den Größten hat und so eine Gesetzesänderung provozieren, die die Möglichkeiten kleiner Spartengewerkschaften einschränken wird. Und damit die Gewerkschaft, die mir helfen könnte – den Journalistenverband, denn ich bin bislang noch kein Lokführer – amputieren.

Selbst wenn der Bahnstreik irgendwann nicht mehr jeden Monat einem den ohnehin knappen Feierabend stiehlt, wird es dann der Tages-Job (bzw. dann eher Nacht-Job) tun für alle jene, die sich noch im Journalismus quälen und deren Gewerkschaft dank Herrn Weselsky dann nichts mehr zu melden hat. Dann sagen Verleger und Chefredakteur so wie jetzt die GdL:

Abends gehört Papi mir!

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