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Richard Gutjahr war auch früher kein Apple-Fanboy…. 18. August 2015

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Mal was Positives.
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Richard Gutjahr hat wirklich einiges gemacht, unter anderem Moderation von „Live aus dem Alabama“. Die meisten wissen von ihm aber nur die Sache mit dem ersten iPad und den Bericht aus Kairo.

Er reist sehr viel, deshalb damals der spontane Einfall, sich die Lage in Kairo vor Ort anzusehen. Auftrag dafür hatte er keinen. Andere vermeintlich journalistische Medien lehnen Recherchen vor Ort längst komplett ab („weil man sich da mit dem Objekt der Berichterstattung gemein macht“) und recherchieren nur im Web…

Das Image des Apple-Fanboys wurde Richard Gutjahr eigentlich erst los, als er über die Apple-Pressekonferenzen öffentlich schrieb.

Dabei hat er aber seine Einstellung nicht wirklich geändert. Er hat schon damals, 2010, nachd er Geschichte mit dem iPad, betont, daß er eben nicht das erste iPad haben wollte, sondern über die Apple-Hysterie vor den Shops berichten wollte. Was er als Journalist eben nicht gekonnt hätte, nur als Käufer…

Man sieht, wie schnell jemand in einer Schublade landen kann. Denn da ich mich für iPads nie wirklich interessiert habe, kannte ich natürlich auch die Artikel von damals nicht, und die meisten anderen Onliner wohl auch nicht.

Daß Richard Gutjahr das mobile Arbeiten mit iDingszeug favorisiert, ist nun wiederum bei seinem Leben ständig auf der Flucht auf dem Flughafen nicht weiter verwunderlich. Das waren nunmal die ersten „Smartphone“-Lösungen. Heute wird sowas ja offiziell in Seminaren des DJV gelehrt, wobei ich mich mit Fotos vom Smartphone immer noch nicht wirklich anfreunden kann, der Workflow von aufnahme zur Ablieferung aber natürlich so enorm verkürzt wird und das für einen Live-Reporter gerade in einer Krisensituation natürlich ein enormer Vorteil ist. Daß ich meine 200 Fotos von einer Reportage erst aus der Kamera holen und für Online zuschneiden mußte und das 2 Stunden dauerte, verstand mein Chef ja schon 2007 nicht. Ein iPhone wäre für mich damals allerdings ebenso unfinanzierbar gewesen wie der zugehörige Mobilfunktarif, und mit dem Heise-Mailsystem und -VPN zusammengespielt hätten sie zu dem Zeitpunkt auch nicht. Ganz abgesehen davon, daß das iPhone erst zum Ende meiner Tätigkeit heraus kam und ich bis heute keine längeren Texte auf Smartphone oder Tablet schreiben mag. Die für Heise waren damals ja nicht wie heute auch im Blog-Format, sondern vorzugsweise 4000 bis 8000 Zeichen. Sowas schreibt man nicht gerne in Flughafen-Lounges oder Journalisten-Boxen auf Messen. Zumindest ich nicht. Da will ich lieber in Ruhe nachdenken dürfen.

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