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„Daten her“: Ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus Köln bemängelt Datensicherheit… 16. Januar 2016

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Ich bin es langsam leid, das Gemaule des Senders in Köln über die bösen Amis. Die uns alle abhören und Geschäfte mit unseren Daten machen. Ja klar. Ist so. Und nicht nur die. Aber es gibt einfach Leute, denen ich die Berechtigung dafür abspreche, unter dem Titel „Daten her!“ 45 Minuten lang mit den Fingern auf andere zu zeigen, wo sie selbst 1000x schlimmer sind!

Facebook kann nur die Daten verarbeiten und verkaufen, die ich da freiwillig einspiele oder mir auslesen lasse. Facebook ist noch nie gekommen und hat versucht, sich von mir auf dem Rechtsweg Daten aus meinen Accounts gegen meinen Willen und ohne mein OK zu holen!

Die NSA mag meine E-Mails mitlesen. Aber sie droht mir weder damit, sie zu veröffentlichen noch sie zu beschlagnahmen und per einstweiliger Verfügung dafür zu sorgen, daß ich sie nicht mehr erhalten kann.

Der Sender aus Köln regt sich in diesem Stück 45 Minuten lang über andere auf, seine stellvertretende Intendantin Eva-Maria Michel findet es aber von mir unverschämt, daß ich fand, daß E-Mails meiner (amerikanischen) Lebenspartnerin darüber, was sie mit mir machen möchte, wenn wir uns wiedersehen, sie (also Frau Michel) nichts angingen und stellte mit Streitwert von 500.000,- innerhalb weniger Tage klar, daß dies vielmehr nur Frau Eva-Maria Michel etwas angeht, jedoch mich nicht. Daß aufgrund Mißbrauch des Wettbewerbs- und Markenrechts sie und nur sie dies wissen darf, ich dagegen nicht, weil ihr und nur ihr und ihrem Unternehmen diese E-Mails zustünden, ebenso die meines Chefs an mich mit betrieblichen Interna meines Arbeitgebers, die meiner Freunde und Familie, und auch die Verfügungsgewalt über meine Accounts bei Amazon, Ebay und anderen, meine Kreditkarte und mein Gehaltskonto. Ließ mich durch andere Mitarbeiter ihres Senders als „Schmarotzer“ in der Springer-Presse beschimpfen, weil die fanden, daß die Früchte meiner Arbeit, mein Gehalt, eben nicht mir zustehen, sondern ihnen. Daß man mir per einstweiliger Verfügung all meine E-Mail-Accounts entziehen müsse, bevor ich Zugriff auf das Internet erlangen und Maßnahmen ergreifen könne, um diese Datenübernahme zu verhindern. Und im Hauptverfahren auch noch das Impressum verbieten ließ, damit meine Anschrift und Telefonnummer ebenfalls weg sind und mich auch auf diesem Weg niemand meiner Familie und Freunde mehr „illegal“ an Frau Michel vorbei erreichen könne. Nur meine gesamten E-Mails zu erhalten, reichte ihr und den Richtern in Köln ja nicht! 😦

Sorry, solche Leute sollten nicht Nebelkerzen werfen und die Enthüllungen von Edward Snowden dazu mißbrauchen, von ihren eigenen extrem fragwürdigen Rechtsauffassungen abzulenken. Zumal sie damals gerade klarstellten, daß Privatspäre etwas sei, daß es in den USA geben darf, bei uns aber nicht.

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