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Klischeeschmiede Degeto 7. Februar 2016

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Rezensionen.
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Ein günstiges und interessantes Buch über Kino- und Fernsehklischees hat Christian Georg Salis geschrieben. So brennt immer völlig unökologisch selbst mitten im Wald irgendein Licht – sonst sieht man ja nichts – und in romantischen Szenen beginnt Musik zu spielen, was dann zu Erstaunen führt, wenn man plötzlich erkennt, daß diese tatsächlich von einem der Protagonisten oder zumindest aus einem real im Film existierenden Radio kommt:

Der Böse steht noch einmal auf und andere Klischees in Hollywood-Filmen

Es geht aber nicht nur um Hollywood, sondern auch ums deutsche Fernsehen. Herrlich die Erkenntnis:

In vielen dieser Filme kehrt eine Großstädterin zu ihren Wurzeln in der Provinz zurück. Ihr Zimmer im Elternhaus sieht stets noch genauso aus wie in
ihren Teenagerjahren. Meist läuft sie ihrer ledigen Jugendliebe über den Weg, und prompt erwachen die alten Gefühle. Vor dem Happy End müssen die beiden aber erst einmal dem Bösewicht das Handwerk legen. Bei diesem Schurken handelt es sich regelmäßig um den Bürgermeister, der der Heldin ihren Bauernhof abspenstig machen will, um dort wahlweise ein Luxushotel zu errichten oder einen Golfplatz anzulegen.

Die vollständige Rezension von Tilmann P. Gangloff in TV Diskurs 75

(via Jörn Krieger)

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