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Philips DAB Ghettoblaster AZB798T: Digitalbrumm versaut den Klang 16. März 2016

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen, Rezensionen.
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Das wäre vor wenigen Wochen als Gerätetest auf einem anderen Blog gelandet, doch leider hat dieses die Ausrichtung geändert und nimmt nun keine Consumerthemen mehr.

Ein tragbarer CD-Spieler einfacher Bauart – „ist kein Geld da, nimmt man Elta“ – war leider endgültig krepiert. Zuvor war er schon unangenehm dadurch aufgefallen, daß er nicht HF-fest war und auf jedes funkende Etwas in einigen Metern Umkreis auch ausgeschaltet mit lauten Störgeräuschen reagierte. Macht sich in Schlafzimmern prima, wenn jedes Handy im Haus dann zu Gebrummel führt.

Diesmal sollte es was Gutes werden. Mit DAB+, damit man auch mal Radiosender hören kann, die sich noch ertragen lassen. Und nun neben CD auch mit MP3 via USB.

Weil man beim Online-Kauf so schlecht Bedienung und Klang ausprobieren kann, wurde der großstädtische Saturn-Hanswurst heimgesucht, als man ohnehin mal in derselben war.

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Natürlich gab es dort Verwirrung, weil es oft „Digitalradio“ hieß, aber nur UKW war, nur mit digitaler Frequenzanzeige, Es fand sich dann aber doch ein vermeintlich brauchbares Gerät, ein Philips AZB798T. Das hatte im Saturn-Hanswurst wunderbar funktioniert, soweit man das bei dem Krach dort beurteilen kann, und immerhin einen Dreh-Lautstärkeregler, nicht nur Tipptasten, die einfach Mist sind, wenn es mal beim Einschalten zu laut ist.

Leider funktioniert der wirklich nur in lauter Umgebung gut. Zuhause klingt er dann nämlich auf DAB+ und UKW jeweils so!

Es ist ein konstantes digitales Knattern und Brummen auf dem DAB+-Empfang und ein Pfeifen auf dem UKW-Empfang – irgendwer bei Philips weiß wohl nicht, wie man ordentliche Betriebsspannungen bereitstellt. Nur bei höherer Lautstärke geht das Störgeräusch im entstehenden Krach unter. Alte Händlerweisheit: Philips spielt nur laut gut…

Das Gerät wurde also wieder eingepackt, man fuhr wieder in die Großstadt, tauschte es während der Amateurfunktagung um.

Nur: Der Ersatz ist genauso unbrauchbar, es ist ein Serienfehler! 😦

Jetzt darf ich die Kiste nochmal zum Saturn-Hanswurst schleppen und endgültig zurückgeben. Dort gab es bereits viele Rückläufer, als „Gebrauchtgerät“ zum ermäßigten Preis. Die sollten dieses Gerät aus dem Sortiment schmeißen. Wozu kauft man extra DAB+, wenn man dann solche brutalen Störgeräusche beim Empfang hat??? Da wäre ja Mittelwelle noch klarer (wenn es da noch Sender gäbe…).

Wahrscheinlich wird es nun doch wieder ein Elta, ohne DAB+.

Nachtrag: Philips hat sich inzwischen bei mir gemeldet und mir ein anderes Gerät zum Vergleich geschickt. Das brummt und pfeift nicht. Es ist also kein Serienfehler, aber ein Fehler dieser ganzen Charge, die beim Saturn-Hansa verkauft wird. Vielleicht wurde in China ein Kondensator nicht bestückt?

Das funktionierende Gerät hat übrigens die Anzeige „Vol Min“, wenn man die Lautstärke auf 0 runterdreht, die brummenden Kollegen zeigen dagegen „Vol 0“ an. Es gibt da also auch noch andere Detailunterschiede…

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Kommentare

1. Panasonic DAB Mini-Anlage SC-PM250: Leider stocktaub | Notizen aus der Neidbranche - 19. April 2016

[…] hatte ich ja zunächst wenig Glück, weil das Gerät kein Knaller, sondern auch nach Umtausch ein Brummer war. Deshalb holte ich als Ersatz die Panasonic DAB Mini-Anlage […]

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