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Eingesperrt in einer fremden Wohnung…. (1/3) 6. Juli 2016

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Pleiten, Pech und Pannen.
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Mir ist das so nie passiert. Es kommt aber wohl öfters vor:

Jemand wacht in einer fremden Wohnung auf und der Eigentümer ist ausgeflogen, weg in die Arbeit. Und hat vergessen, daß da noch was äh wer war. Und zugesperrt.

Die Beatles haben ein Lied darüber geschrieben, Norwegian Wood, wo er am Schluß übrigens die Wohnung anzündet. Was kaum jemand im deutschen Sprachraum in dem Text erkennt, denn die Musik ist ja so schön verträumt…

Heutzutage erzählt man stattdessen lieber live auf Twitter oder Facebook von so einem Malheur. Was dann anscheinend die Situation auflösen kann.

Es gibt aber auch Leute, denen sowas todespeinlich ist. Die nicht wissen, was sie tun sollen, wo sie selbst in die Arbeit müssen, aber nun nicht können.

Es ist jetzt sicher 20 Jahre her. Diese Geschichte habe ich damals niemand erzählt. Das Mädel war gestraft genug.

Wir waren mit der Firma am Oktoberfest gewesen. Immer eine zweischneidige Sache, auch wenn man einen eigenen reservierten Tisch hat wie wir damals und die Kollegen nett sind. Man ist garantiert nachher krank, nein, nicht vom Kater, sondern sofern einem nicht ohnehin ein Maßkrug irgendwo landet, garantiert erkältet. Einer ist in so einem Zelt immer dabei, der seine Viren beisteuert.

Eine Kollegin wurde von einem aufdringlichen Typen belagert. Der gehörte nicht zur Firma, hatte sich einfach an unseren Tisch gesetzt. Ging mir auf den Wecker, weil er nicht nur baggerte wie blöde, sondern auch noch unter dem Tisch mich trat. Warum auch immer, sie war zwar nett, aber nicht mein Typ. Sie hoffte, daß er endlich abzöge. Tat er aber nicht.

Meine S-Bahn ging früh, ich wußte, wann ich zu gehen hatte, denn ein Taxi heim wäre unbezahlbar gewesen. Noch mehr blaue Flecke wollte ich auch nicht von dem besoffenen Möchtegern-Casanova.

Am nächsten Morgen war ich in der Firma. Einige andere fehlten.

Am Mittag bekamen wir die Information, eine Kollegin sei im Krankenhaus gelandet. Im Krankenhaus Pasing. Da wollte niemand freiwillig hin, genausowenig wie nach Fürstenfeldbruck. Jeder, der noch bei Bewußtsein war, brüllte im Notarztwagen „Bitte nicht nach Pasing“ bzw. „Bloß nicht nach Fürstenfeldbruck, bitte nicht!!!“.

Niemand kannte die Kollegin näher. Man einigte sich schließlich, ich solle da mal anrufen und rausfinden, was passiert war.

Ich schaffte es, in die Abteilung verbunden zu werden. Doch die Krankenschwester sagte mir, ich hätte nur 10 Sekunden, um mit meiner Kollegin zu sprechen! Oje, stand es so schlimm um sie?

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