jump to navigation

Eingesperrt in einer fremden Wohnung…. (3/3) 8. Juli 2016

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Pleiten, Pech und Pannen.
trackback

Wie schon erwähnt, ins Krankenhaus Pasing wollte wirklich niemand, der eine Wahl hatte. Meine Kollegin hatte die nicht gehabt.

Als ich dort ankam, hatte sie doch noch eine Telefonkarte bekommen. Ein anderer Besucher hatte ihr eine gekauft, Bargeld hatte sie ja noch.

Aber was war nun eigentlich passiert?

Nun, auch die anderen Kollegen waren heimgegangen. Nur der Typ nicht. Plötzlich merkte die Kollegin, daß ihre letzte S-Bahn weg war. Und auch zu ihr war ein Taxi unbezahlbar.

Also nahm sie das Angebot des Typen an, bei ihr zu übernachten…

Natürlich wollte der noch mehr. Sie nicht. Schließlich ging er schlafen. Sie auch.

Als sie wieder aufwachte, war sie allein in der Wohnung. Er weg in, Tür zugesperrt. Mist!

Was nun? In der Arbeit anrufen und sagen, sie sei krank, ihr sei schlecht? Macht sich überhaupt nicht gut nach einem Wiesnbesuch.

Die Wahrheit sagen? Nein, das schon gar nicht.

Die Polizei anrufen „Hilfe ich bin eingesperrt!“? Nein, auch peinlich.

Nun, es war nicht im 3. Stock. Es war im ersten. Und es gab einen Balkon…

Ich wäre auch gesprungen, jedenfalls bevor ich diese Geschichte kannte.

Sie kam ungünstig auf, der Knochen brach komplett, die Bruchstücke stießen durch die Haut. Sie lag mit verdrehtem Bein auf dem Rasen und schrie. Die anwesenden Nachbarn riefen den Notarzt.

Sie schrie noch im Notarztwagen.

Sie schrie noch im Krankenhaus.

Es dauerte fast 6 Monate, bis sie das Krankenhaus wieder verlassen konnte, es heilte sehr schlecht. Sie war inzwischen längst gekündigt. Obwohl niemand diese peinliche Geschichte je erfuhr. Sie war ja nie mehr in die Firma gekommen, es ging ja nicht.

Leute, ruft die Feuerwehr, ruft die Polizei, sagt dem Chef, ihr seid im Gefängnis oder unterm Laster gelandet oder ihr habt einen Kater – alles ist besser, als vom Balkon zu springen. Außer, man ist darin wirklich geübt.

Und: Egal, wie die Nacht gelaufen ist – sperrt euren Gäste nicht ein. Könnte sonst auch so enden wie bei den Beatles….

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: