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Kommen nun Amerikaner (= US-Bürger) als (E)migranten zu uns? 12. November 2016

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Pleiten, Pech und Pannen.
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Donald Trump wird US-Präsident und die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde ist daraufhin zusammengebrochen. Wenn Kanada die Schotten dicht macht, dann müßten die Amerikaner nach Mexiko fliehen. Das geht aber nicht so einfach, weil dort ihr Staat eine hoch abgesicherte Grenze aufgebaut hat. Machen sie es dann den Syrern und Nordafrikanern nach und kommen nach Deutschland?

Nein, das ist nicht zu erwarten.

Der Weg ist weit und Amerikaner haben keinen Flüchtlingsstatus, gelten nicht als politisch oder anderweitig verfolgt. Das wird sich auch mit einem Präsidenten Trump kaum ändern, Bomben auf das eigene Volk werfen wie ein Herr Assad in Syrien wird er ja wohl nicht. Und ohne Flüchtlingsstatus, nur weil sie sich in ihrem Land nicht mehr wohl oder sicher fühlen, haben US-Bürger bei uns abolut keine Chance, weniger als solche aus der „3. Welt“.

Ich weiß es, ich hatte selbst Erfahrungen aus erster Hand. Momentan ist mir nicht danach, über diese Erfahrungen zu schreiben. Vielleicht ein andermal. Aber ich bin mir ziemlich sicher: Wenn US-Amerikaner tatsächlich ihr Land verlassen müßten, wären sie bei uns noch weit weniger willkommen als die muslimischen Flüchtlinge.

Von der einstigen Dankbarkeit den USA gegenüber nach dem II. Weltkrieg – und dies ja auch nur in Westdeutschland, im Osten waren die USA ja ohnehin immer schon der „böse Imperialist“ – war schon zu RAF-Zeiten nicht mehr viel übrig. Seit G.W.Bush ist es damit völlig vorbei, obwohl auch jener Präsident ebensowenig vom ganzen Volk gewollt war wie bei uns Kohl.

Wir können nur für uns alle hoffen, daß Trump nicht so regiert, wie er Wahlkampf geführt hat.

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Kommentare

1. ujf99 - 12. November 2016

Amerikaner, die vor Trump Reißaus nehmen, sind mir ebenso willkommen wie Türken, die es unter dem Erdowahnsinnigen nicht mehr aushalten. Ich bin mit US-Bürgern befreundet, denen ihr Land fremd wird. Leute, die Europa kennen und schätzen und über ein Jahr auf unserem Kontinent nachdenken, weil sie Abstand suchen. Wir sollten einfach hoffen, dass sich die Vernünftigen und Denkenden langfristig wieder durchsetzen gegen die impulsiven Testosteron-Extremisten.

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DL2MCD - 12. November 2016

Tja, nur wie sollen sie ein Jahr in Europa schaffen? In Deutschland darf ein US-Bürger nur 3 Monate bleiben. Wenn es ganz gut läuft, wird nochmal 3 Monate verlängert. Mehr aber nicht. Und sollt jemand ihn einstellen wollen, womit er länger bleiben kann, so wird dieser von den Ämtern bedroht. Vielleicht nicht bei großen Konzernen, aber bei kleinen Unternehmen.

Es gibt genügend US-Bürger, die vernünftig sind, auch wenn die Nachrichtensender dort das deutlich schwieriger machen als hier.

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