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Norbert Bolz bolzt nun auch in Cicero 24. Februar 2017

Posted by DL2MCD in Nervensägen.
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Cicero versucht sich ja ohnehin als ultrakonservativ zu profilieren. Und ist mir unsymphatisch geworden, seit die von mir zuvor sehr geschätzte Amelie Fried dort einen Aufsatz verfaßt hat, in dem sie wie schon ach so viele zuvor billig über Techniker herzog und daß Leute, die keine Ahnung von Technik haben, doch so viel wertvoller seien, das auf Facebook postete, aber als ich darauf antwortete, nur schnippisch meinte, der Aufsatz stünde in Cicero und auf Facebook diskutiere sie darüber nicht.

Es ist ja schon schlimm genug, daß Dialog per E-Mail seit Jahren schwer geworden und von vielen auf Facebook verlagert wird, weil E-Mail als Broadcast-Medium zum Spammen mißbraucht wird. Aber daß es nun mit Facebook genauso gehandhabt wird, nervt. Wieso darf jemand in Cicero so ein Scheiß Klischee raushauen und dann sagen „darüber diskutiere ich nicht mit Dir!“?. Klar, weil ich ein Mann und auch noch Ingenieur bin. Und nicht in Cicero schreibe, auch keine Leserbriefe. Also zählt meine Meinung nicht.

In Cicero würde ich aber auch nicht schreiben wollen:

Norbert Bolz, der ja schon in Telepolis gewütet hat und damit belegte, daß Telepolis eben nicht links, sondern rechts ist, hat nun auch in Cicero geschrieben – und läßt Medienmagazine nun einen Rechtsruck bei Cicero sehen. Wobei eben die Frage ist, ob das überhaupt noch geht? Nur langsam kann Cicero es nicht mehr bestreiten.

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Kommentare»

1. ujf99 - 24. Februar 2017

Natürlich ist rechts von Cicero noch Platz. Wo bewegt sich denn Tichys Einblick, zum Beispiel? Und der ist im Vergleich zu dem, was sonst alles kreucht, noch nicht wirklich extrem, außer vielleicht extrem kotzbrockig. Gestern las ich, dass einer von der Bayern-AfD der CSU (der CSU!) einen Linksruck (!!) nachgesagt hat. Kennt man ja aus dem Bahnhof: Wenn der Lokführer sanft genug anfährt, denkt man manchmal, der Zug am Nebengleis führe los, dabei ist es der eigene. Aufs Politische bezogen: Da es heute Nazis gibt, die gar nicht merken, dass sie welche sind, muss man sich freuen, dass es neben ihnen auch noch ein paar stramm konservative, aber aufrechte Stinkstiefel gibt, klassische Unchrist-Demokraten sozusagen. Die sind erträglicher als die „Christ“-Undemokraten in den Gespaltenen Staaten von Transatlantien.

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DL2MCD - 24. Februar 2017

Dss ist nun schon mehr Philosophie, als Cicero noch zu bieten hat. Dabei ist das Blatt mit großen Erwartungen gestartet… 😦

Klar, schlimmer geht immer. Und im Internet ist das Niveau wie die Kommentarspalten nach unten offen. Ich meinte aber Magazine. Also gedruckte Magazine. da gibts natürlich noch die JF und alles aus Richtung Kopp & Co., aber das ist nochmal eine andere Bande…

Naja, Stinkstiefel sind nie erträglich und die sind auch in der Mitte häufig, das stimmt, ansich überall.

Ja klar, die CSU is links und die CDU ohnehin, hat ja ein rotes Logo, das sagt doch alles 😀 😀 😀

Nur peinlich finde ichs, wenn Leute sich links oder konservativ nennen und rechts sind.

Daß die USA da noch blödere Benennungen hat und es da links gar nicht wirklich gibt (Michael Moore und Chomski sind ja mindestens Moskaus 5. Kolonne für die…), ist eine andere Sache, die einem zugegeben auch große Sorgen machen kann.

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2. G.Schade - 1. Mai 2017

Und hier ist mein Dilemma – vielleicht hilft mir mal jemand, zwischen Links, Rechts und der Mitte zu unterscheiden. Wann immer ich Menschen nach dem Unterscheid frage, ernte ich erst Mal Schweigen.
Ein Unterscheidungsmerkmal war in den 80er und 90er Jahren das Streben nach Veränderung, das dem linken Spektrum zugeordnet wurde.

Wenn man die AfD oder vielleicht die FDP als rechte Parteien beschreibt, wo stehen dann die Grünen oder die SPD ? Etwa Links ?

Die Linken haben früher immer eine pazifistische Haltung gehabt. Passt diese Zuordnung noch ?

M.E. entspricht der Zuordnungsprozess zu politisch „links“ oder „rechts“ eher einer Zuordnung zu den „Guten“ oder den „Bösen“ – einfach weil die Nazis in Deutschland als böse und rechts gelten.
Es wird Lebenshilfe für diejenigen geschaffen, die keine Zeit oder Lust haben, sich mit Details im Weltgeschehen zu beschäftigen.

Mehr passiert hier m.E. nicht !

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DL2MCD - 1. Mai 2017

Veränderung, Umsturz, Revolution wollten immer Linke und rechte. Nur die Rechten wollen zu alten Formen zurück, die Linken wollten einst Neues.
Für die meisten stehen Grüne und SPD links, die SPD selbst sieht sich auch als links. Wobei es weniger links ist als die Linke.
Die Grünen hatten eine pazifistische Grundhaltung, die Linken nicht unbedingt.
Wobei ich die große Zeit der Linken eher in den 60ern und 70ern sehe als in den 80ern und 90ern.
Intoleranz halte ich für bedenklich, die ist rechts häufiger, aber natürlich auch links und auch bei den Grünen zu finden.
Rechte sind öfter „böse“ als linke, aber deshalb ist links nicht automatisch gut.
Insgesamt ist links und rechts eine Zuordnung, die sich möglicherweise überholt. Dennoch fühle ich mich von rechts mehr bedrogt als von links.
Eine Vereinfachung ist dei Einteilung in links und rechts sicher nicht. Eine linke Diktatur wie Nordkorea ist ja nicht besser, weil sie links ist.

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