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Gedanken zu #MeToo – 1 13. November 2017

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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„Dank“ eines Hollywood-Produzenten ist der alltägliche Sexismus momentan in aller Munde. Ein Problem, das Alice Schwarzer leider so hochgejazzt hatte, daß es entwertet und nur noch als Sache hysterischer Emanzen eingestuft wurde.

Trotzdem ist Überkorrektheit schlecht. Heute einige Gedanken zur Problematik von #MeToo. Die anderen, positiven, in einem späteren Post.

Nicht nur Mänenr sind Schweine. Natürlich gibt es Frauen (und auch Männer), die Männer erst herausfordern und dann „Wolf“ schreien. Eine Ex-Frundin machte das z.B. mit ihrem Ex (nicht mit mir) so: Erst wollte sie, daß er mit ihr SM-Spiele ausprobiert – und dann rannte sie zur Polizei und zeigte die blauen Flecken vor. Ja, sowas gibt es. Und nein, ich rede hier nicht von einem Wettermoderator, dem wohl Ähnliches passiert ist.

Ebenso bekam ich einst zu hören:

Stimmt mit Dir etwas nicht? Alle anderen, die mich heimgebracht haben, wollten dann was von mir!

als ich ein Mädel, das zu betrunken war, um sicher zu laufen, heimgefahren hatte. :

Sie nahm es also als normal an, daß man über seinen weiblichen Passagier als Preis für 1 km Autofahrt herzufallen hat 😦

Wie sie zu dieser Einstellung gekommen war, ob aus eigener Ansicht oder durch die entsprechenden Männer, sei dahingestellt. Jedenfalls wurde und wird es immer noch von einem Mann erwartet, daß er sich sexuell mindestens leicht aggressiv verhält. Mancher mag sich vielleicht schon deshalb einen ansaufen, um diesem Anspruch gerecht zu werden – auch wenn er dann oft zwar noch den Willen, aber nicht mehr die körperliche Fähigkeit hat, dem Anspruch gerecht zu werden. Was dann bestimmt ganz besonders „gut“ ankommt…

Allerdings ist #MeToo eigentlich nicht dazu erfunden worden, um jetzt möglichst viele Männer „hinzuhängen“, sondern damit Frauen untereinander Solidarität und Mitgefühl zeigen können. Weshalb man sich als Mann ganz schnell ein „halt Dich da raus, das geht nur Frauen etwas an“ einfängt, wenn man Solidarität zeigen will. Das ist aber leider nichts Neues – wer sich gegen Sexismus stellt, bekommt natürlich Ärger mit anderen Männern, gilt bei diesen als unmännlich – und hat deshalb keineswegs bei Frauen bessere Chancen, was aber auch im Normalfall nicht der Beweggrund für solche Statements sein dürfte. Denn daß Frauen lieber Machos als Softies wollen, ist eine uralte Erkenntnis, die zwar manchem als Vorurteil gelten mag, aber doch immer noch bei der Mehrheit zutrifft. Manche Frauen mögen auch gerne Arschlöcher, ja, was aber keineswegs bedeutet, daß ihnen das Spaß macht oder sie das dann tatsächlich gut finden – eine gute Freundin brachte sich nach dem xten selbst gewählten Arschloch um.

Wer also kalauert

Warum werden Frauen unterdrückt?
Es hat sich bewährt!

ist ein Gestriger und hat eigentlich Angst vor Frauen. Mann muß sich nicht alles gefallen lassen, aber wen auch immer unfair zu behandeln, ist niemals gut.

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