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Eisenbahnergewerkschaft fordert mehr Geld für notleidende Mineralöl- und Autoindustrie! 10. Dezember 2018

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen, Wie bitte?.
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So geht die Woche schon richtig gut los: Zug kommt um kurz nach 5 pünktlich, doch im Zug eine Mail, daß die S-Bahnen nicht fahren. Grad noch wieder rausgekommen aus dem Zug und zurück in die Blechbüchse und hinters Lenkrad. Die meisten anderen sind dagegen bis 10 Uhr in der Gewerkschafts-Falle festgesessen. Wenn man danach noch 2 h Fahrzeit hat, ist man vor Mittag nicht am Arbeitsplatz 😦

Nein, für so etwas habe ich gar kein Verständnis:

Es wird angesagt, es würde in NRW gestreikt, stattdessen wird Bayern ohne Vorwarnung komplett lahmgelegt. Und damit die Fahrgäste noch mehr schikaniert werden, werden die Infosysteme auch noch bestreikt – daß ich noch gewarnt wurde, war wohl ein Ausrutscher, eigentlich wollte die Gewerkschaft die Pendler komplett festsetzen.

Wer ist da eigentlich der Gegner? Die Bahn, die statt 7,5%, die die Gewerkschaft wollte, nur 7% anbot? (Beides im Übrigen Werte, von denen unsereins nur träumen kann). Oder die Pendler?

Pendlerfahrkarten sind vorab bezahlt und werden bei Streik auch nicht erstattet. Dafür fallen zusätzliche Fahrkosten an, oder Terminausfälle, Gesundheitseinbußen etc.

Also ist klar: Der Gegner der Eisenbahngewerkschaft ist gar nicht der Arbeitgeber, sondern der Kunde 😦

Wozu auch paßt, daß es wie jedes Jahr vor Weihnachten und vor den Gehaltsverhandlungen auch vor dem Streik schon eine Störung nach der anderen gab. Da wird dann schon geübt 😦

Kommentare

1. Ulf J. Froitzheim - 10. Dezember 2018

Ich habe es auch erst heute morgen gehört. Es gibt ein Streikrecht, aber eben auch eine Verantwortung für das, was man tut. Deshalb kann ich Deiner Einschätzung nur zustimmen: Die machen sich die Fahrgäste zu Gegnern. Wirklich umdisponieren konnte kaum jemand, insbesondere Einpendler wie Du. Ich denke aber auch an Menschen, die kein Auto haben (und so kurzfristig auch keines mieten konnten). Oder die nichtsahnend ihre Flüge nicht erreichen konnten und wohl von niemandem Ersatz bekommen. Oder an Menschen, die einen OP-Termin in der Stadt hatten. Ich stimme absolut denen zu, die der alten Beamtenbahn nachtrauern. Die EVG stört den sozialen Frieden.

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