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DHL und die Batterien – oder: Nur ein toter Akku ist ein guter Akku und nur ein verärgerter und abgezockter Kunde ist ein guter Kunde. 18. März 2022

Posted by DL2MCD in Pleiten, Pech und Pannen, Rezensionen.
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Diese Geschichte hat mich so sehr geärgert, das ist so eine mutwillige Schikane und Vera..ung, daß ich sie bislang nicht aufgeschrieben sondern verdrängt hatte. Aber gerade lese ich bei Wortfilter, daß das Ganze nach wie vor passiert, inzwischen schon mit Alkali-Batterien oder CR2032-Knopfzellen. Das ist dann zwar nicht so teuer und ärgerlich wie bei mir. Aber es wird einfach absichtlich nicht richtig informiert! Und man dann noch blöd angequatscht.

Vorab: Profis kennen die Lage. Die benutzen dann auch DHL Express zu einem akzeptablen Preis. Laien, Privatleute, Hobbyfreunde werden dagegen mutwillig abgezockt und verärgert!

Es geht darum, daß Lithium-Akkus bekanntlich abbrennen können, was an Bord eines Flugzeugs natürlich großen Ärger auslösen kann. Deshalb gelten sie über 100 Wh als Gefahrgut und müssen entsprechend deklariert und gekennzeichnet werden. Dann ist das kein Problem. Wenn man ein Hersteller ist.

Wenn man Privatmann ist oder auch Händler, auch gewerblich, und es sich nicht um originalverpackte Neuware handelt, sondern um durchaus auch originalverpackte Gebrauchtware, dann ist es ein großes Problem. Die normale Deutsche Post darf eigentlich nicht mal ein im Hotel vergessenes Handy dem schussligen Eigentümer vom Hotel zurückschicken lassen. Wie das damit zusammengeht, daß die Telekom sich als Spende/Wiederverwertung alte Handys per Freiumschlag per Post zuschicken läßt…achso, das ist dann ja gewerblich, der Umschlag wird ja von der Telekom bezahlt, nicht privat. Und eigentlich sind schon Knopfzellen unzulässig, die ja heute überall drinstecken.

Bei mir war es ein Sony Notebook, ein tolles Gerät mit Wide-Gamut-Display, dessen Nividia-Grafikkarte allerdings ein Update von Windows 7 auf Windows 10 verhinderte und das ich deshalb verkaufen wollte. Leider gibt es solche Geräte inzwischen nicht mehr und deshalb bot ein Sammler aus USA mir die 200 €, die ich dafür noch wollte – gekostet hatte es einst neu fast 4000 €, ich hatte es aber bereits gebraucht erworben.

Das Gerät war, wie im obigen Bericht zu lesen, sehr gefräßig und brauchte deshalb einen großen Akku, der dennoch nicht lange hielt. Der fiel nun definitiv unter diese Regularien.

Kein Problem, man kann das ja auf der DHL-Seite nachschlagen und dort stand, was man tun muß, nämlich eine entsprechende Zollerklärung beilegen und wie die genau auszufüllen ist.

Dann kostetete das ganze über 60 € – für einen Transport nicht nach Amerika, sondern nur bis zum Flughafen Frankfurt!

Dort war Schluß mit der Reise. Denn im Gegensatz zu den Informationen auf der Website war der Notebook für DHL plötzlich doch verbotenes Gefahrgut. 

Die DHL-Annahmestelle war ratlos. Sie hatten das ja extra im Web nachgeschlagen und ich auch. Die normale DHL-Hotline erklärte mir dann, ja das gehe nur mit DHL Express. Die hätten andere Flugzeuge bzw. Frachträume.

Die sehr freundliche DHL Express-Hotline bestätigte das dann. Allerdings kostete das Paket hier für Privatleute über 200 €. Zusätzlich zu den bereits verwendeten 60 €.

Eigentlich wollte ich den Notebook nun ohne den Akku schicken. Der Sammler wollte aber den Originalakku unbedingt, weil der von Sony auch 10 Jahre alt besser sei als alle Nachbauten.

Was ja alles kein Problem wäre, wenn es genau so auf der DHL-Website stünde. Die vermischt aber wild DHL normal und DHL Express und zeigt eben die Transportbedingungen für DHL Express auf der normalen Standard-DHL-Seite an. Das bestätigte der Mann an der DHL Express-Hotline auch und das sie das auch ärgere und man mir wenigstens die 60 € zurückzahlen sollte. Also DHL. DHL Express hatte ja nicht falsch informiert und die 60 € nicht kassiert, könne sie also auch nicht zurückzahlen. Und sei ja ein ganz anderes Unternehmen.

Hier wurde es nun aber endgültig ekelhaft. DHL ist für Normalbürger nur per Hotline zu sprechen, auf E-Mails (die auch wie üblich gar keine sind sondern Einträge in ein Kontaktformular) kommt nur selten Antwort. Der Postweg geht natürlich.

Es folgten stundenlanges Warten an einer Warteschleife mit wie üblich extrem nerviger Musik, wenn man sie so lange ertragen muß und einem Hotliner, der einem den Hörer aufknallt, wenn man dann endlich drankommt und von der Musik gestreßt ist, damit man sie gleich nochmal 1,5 h ertragen muß. Ich weiß nicht, warum Hotlines fast immer so ätzendes Zeug abspulen müssen mit dauernden Knacksern (sodaß man denkt, es geht wer dran), Gequassel und immer derselben Musik. Wenn die Mitarbeiter dort das auch anhören müssen, wundert mich nicht, daß sie die Kunden anpflaumen.

Es kam nach 3 Anrufen schließlich raus, ich solle das schriftlich einreichen.

Und dabei kam raus, nein, die 60 € bekomme ich nicht zurück. Man hat die Website ja extra so gemacht, daß man Privatkunden doppelt abzockt: Erst mit dem vermeintlich korrekten Versand mit DHL normal, der für 60 € aber nur bis zum Flughafen Frankfurt geht, dann nochmal mit dem für Privatkunden superteuren DHL Express für damals etwa 230 €. (Geschäftskunden zahlen nur so 50 €!). Und dann noch mit der ganzen Zeitverschwendung für Hotline und Erstattungsantrag, dem sowieso nicht stattgegeben wird.

Und als Resultat des Ganzen hatte sich der Akku, der zuvor noch einwandfrei funktionierte, nur unter starker Selbstentladung litt, nach dem ganzen fast 2 Monate statt einer Woche dauernden Zirkus beim Eintreffen beim Sammler so stark entladen, daß er tiefentladen war und mit der Ladeelektronik des Notebooks nicht mehr hochgepäppelt werden konnte.

Der war nun auf DHL noch saurer als ich.  

 

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