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Kritischer Journalismus… 18. Juni 2018

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Es wird ja oft gefragt, warum es in den Nachrichten soviel Negatives gibt. Soviel, daß man in der DDR ja irgendwann Westfernsehen doch erlaubte, weil man begriff, daß die Bürger gar nicht mehr in den „Goldenen Westen“ ausbüxen wollen, wenn sie nur sehen, wie mies es dort „wirklich“ zugeht…

Aber es ist tatsächlich so: Journalismus soll kritisch sein, soll kritisieren. Deshalb wird über die AfD viel berichtet, während mein Chef bei Telepolis empört darüber war, daß ich eine Veranstaltung der Grünen besuchen wollte – über die schreibt man nicht. Auch schlimm, wie alle, aber nicht schlimm genug.

Ebenso sauer war er, daß ich über arte schrieb und nicht über RTL II. Doch positiv über etwas zu berichten – ob nun ein getestetes technisches Gerät in einem Gadgetblog oder eine gute Dokumentation – setzt einem gleich dem Verdacht der „Hofberichterstattung“ aus, sowohl von Seiten der Leser als auch der Chefredaktion 😦

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Warnung: DSGVO-Mails! 24. Mai 2018

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Jeder 200., der mir schreibt, daß sein Newsletter ohne meine aktive Beteiligung sterben muß und will, daß ich mich deshalb bei ihm neu anmelde, wird erschossen!

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Facebook: DSGVO geht uns doch am A…vorbei! und E-Mail ist zum Spammen da, nicht zum Kommuniizieren! 23. Mai 2018

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Tja, alle schwitzen über der DSGVO. Nur die, die wirklich nerven, reden sich raus und machen genau das, was niemand haben will.

Da postet man was…und 10 Sekunden später plingt es in der E-Mail. Also raus aus Facebook und rein in die E-Mail. und was ist da so Superwichtiges, daß Facebook es nicht reicht, das in Facebook zu verkünden? 😦

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Blogs, Social Media & Co sind nichts für A-, B- oder C-Prominente… :-( 15. Mai 2018

Posted by DL2MCD in Nervensägen, Pleiten, Pech und Pannen.
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Es ist so ja schon knifflig genug. Man soll ja möglichst nah und persönlich sein beim Bloggen. Das liegt nicht jedem. Bei den meisten Promis macht es deshalb auch eine Agentur.

Wer es doch selbst macht, kann sich damit ganz schön was aufhalsen. Dieser Pilot ist auch als Influencer aktiv, also macht auch Werbung für diverse Luxusgüter (die Bezahlung von Piloten ist heutzutage wohl auch nicht mehr so doll und die teuren Reisekosten entfallen bei ihm natürlich…).

GET MY NEW #AVIATORBRACELET AND SUPPORT MY CAHRITY PROJECT!

Doch nicht deshalb hat er Ärger, im Gegenteil, vielleich will er sogar noch bekannter werden, damit sein Problem nachläßt::

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DSVGO geht voll nach hinten los :-( 13. Mai 2018

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Das neue Datenschutzgesetz ist nichts als lästig. Einerseits macht es einem nur Arbeit und Ärger, wenn man selbst irgendwas macht. Und andererseits…

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Abzocke leicht gemacht 27. April 2018

Posted by DL2MCD in Nervensägen.
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Kein neues Thema, aber eins, das diie Presse mittlerweile lieber totschweigt, weil die Redakteure, die das Thema aufgreifen, dann meist nicht mehr lange Redakteure sind. Die Abzocker wollen sich ja nicht das Geschäft versauen lassen und schreiben lieber selbst Bücher

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„Wir sind hier doch nicht bei Greenpeace!“ 9. April 2018

Posted by DL2MCD in Nervensägen, Wie bitte?.
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Auch so ein absurder Vorfall aus dem Journalismus:

Wir waren in einem Zweiggebäude des Unternehmens untergebracht. Großraumbüro in einer ehemaligen Farbrikhalle, in die eine Zwischendecke eingezogen worden war. Wir waren in der oberen Hälfte, Flachdach mit Dachpappe, im Sommer 36°C innen um 16 Uhr. Telefonieren kaum möglich,, da die IT-Server mit im Raum standen.

Bei uns war die Geschäftsleitung (natürlich in eigenen Zimmern), im zu Fuß 10 Minuten entfernten Hauptgebäude Verwaltung, Kantine und weitere Redaktionen.

Kantine ist schon mal ein Plus und selten – üblicherweise haben Journalisten an die Currywurstbude zu gehen mittags, so es wenigstens das gibt.

10 Minuten Fußweg sind ja auch gesund.

Und genau das war das Problem: jegliche Form von Gesundheit ist für Mitarbeiter unerwünscht!

Wir wurden von der GF angemault „wir sind hier nicht bei Greenpeace, Sie haben gefälligst mit dem Wagen in die Kantine zu fahren!“

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Weil er keine Lust zu lernen hatte, wurde er der alles Besserwissende… :-( 7. März 2018

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„Die lange Pleiten-Nacht“ kommt heute im westdeutschschen Rundfunk. Ein arroganter Ex-Intendant darf sich immer noch als Superschlauer präsentieren. Lernen wollte er nie, wußte immer alles besser…solche Journalisten braucht kein Mensch:

Fritz Pleitgen zum 80. Geburtstag: Der WDR zeigt „Die lange Pleitgen-Nacht“

Indische „Microsoft“-Mitarbeiter und Kölner Verbrecher 6. März 2018

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Gestern abend in eine WISO-Sendung hineingezappt. Einer von Hunderten Callcenter-Anrufern aus Indien hatte mit der „Ich bin von Microsoft und Ihr Computer ist defekt“-Masche einer Frau drei Überweisungen abgeluchst, 2x von zwei verschiendenen Bankkonten, 1x von Paypal. Insgesamt 500 €. Nochmal 500 € waren nötig, um den Rechner wieder in Ordnung zu bringen – es waren ja alle Paßwörter geändert.

Dabei hatte diese Frau Glück: Weder hat sie der Anrufer beschimpft, unverschämt und aggressiv zu sein, noch anschließend auf eine halbe Million verklagt, als sie kein geld mehr rausrücken wollte.

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Geht wohl nicht anders: Mit Anwälten gegen verleumndende Verschwörungstheoretiker 5. Januar 2018

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Für Insider nicht mehr neu, aber nach wie vor erschreckend: Wie Verschwörungsspinner selbst den im Netz eigentlich bestens aufgestellten Richard Gutjahr in die Enge trieben – und wie auch sein Arbeitgeber ihn zwar nicht kurzerhand gefeuert, wie das anderswo üblich ist, aber auch nicht wirklich unterstützt hat – denn auch Richard ist nur ein „Freier“ – und so jemand ist ja nach Logik öffentlich-rechtlicher Intendanten ja ein Gegner, gar ein Feind und kein Mitarbeiter… 😦

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Die heiße Liebe zwischen 1&1 und Spammern… 10. Dezember 2017

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Aus demselben Grund, wieso dieses Blog nicht unter meinem Name läuft, habe ich auch neben meiner teuer erstrittenen offiziellen E-Mail-Adresse mit eigener Domain (und damit einkassiergefährdet) noch geheime E-Mail-Adressen bei Providern, weil es viel zu gefährlich wäre, weiter so naiv wie im Jahr 2000 Ebay, Amazon oder auch Facebook über eine E-Mail-Adresse zu nutzen, die an einer eigenen Domain hängt.

Leider gibt es bei GMX aber viele Werbemails. Wenn man einen Premium-Account hat, also monatlich zahlt – übrigens weit mehr, als mich eine eigene Domain bei 1&1 kosten würde, aber bei der wäre eben die E-Mail nicht sicher – kann man einen Spamfilter nutzen. Für alles – außer Spam-Mails. Spammern bietet GMX nämlich auch einen eigenen Premium-Service:

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Gedanken zu #MeToo – 2 26. November 2017

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Ok, also es ist nicht unbedingt richtig, alles, was im Rahmen von #MeToo abgeht, zu glauben, wie ich in Teil 1 erläutert habe.

Aber mal ehrlich: Frauen wissen durchaus, welche Schweine echt sind und welche nicht. Wenn sich eine Frau über viele Männer beschwert, ist naheliegend, daß sie das Problem ist und nicht die Männer. Ging mir auch mit der erwähnten Ex so – die lief bei mir dann später zwar nicht zur Polizei, wie bei ihrem Ex, sondern zu ihrer besten Freundin, erzählte der, ich wäre ganz übel über sie hergefallen. Fiel aber in die Rubrik „hätteste wohl gerne gehabt“ – nicht, weil ich sie nicht attraktiv fand, sondern weil ich vorgewarnt war:

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Wie schaut eigentlich ein typischer Leser aus, den Online-Magazine gerne haben möchten? 6. November 2017

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Immer wieder wird gefragt, warum die Kommentare in Verlagsforen und (a-)sozialen Medien eigentlich so unmenschlich sind? Das ist ja nicht erst seit Pegida und AfD so, auch wenn die dahinterstehenden Typen oft dieselben sind.

Nun, ein Grund: Die Stänkerer sehen ihr Gegenüber nicht, sie kotzen sich nachts besoffen ja „nur“ an „ihrem“ Computer aus. Daß die Redakteure dann am nächsten Tag deshalb zum Chef zitiert werden, interessiert sie nicht weiter, erstens ist das ja eh‘ die böse „Systempresse“ (auch bei vermeintlich alternativen Medien, die aber höchstens alternative Fakten bringen…) und zweitens kennen sie die Leute ja nicht persönlich, die sie so schikanieren.

Natürlich gilt dasselbe für Foren, die nicht von Verlagen betrieben werden. Bei den Verlagsforen kommt aber noch eins dazu: Das Geldverdienen!

Werbung wird nämlich nach „Auflage“ bezahlt, was bei Online-Medien „Hits“, also Seitenaufrufe heißt.

Und die sind bei einem Flame-War im Forum viel größer als bei einem normalen Artikel. Es ist wie bei einem Verkehrsunfall: Alle finde es schlimm, aber jeder muß glotzen.

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Man dachte ja damals, mit GWB wäre der Tiefpunkt erreicht… 20. Oktober 2017

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So weit ist es unter Trump gekommen, dass ich jetzt gut finden muss, was George W. sagt. Unglaublich. (Internet-Kommentar)

GWB kritisiert Trump

Wieder mal: Öffis gegen „normale“ Journalisten :-( 11. Oktober 2017

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Es ist nicht das erste Mal, dass Printjournalisten der Ansicht sind, ihnen gehöre publizistisch das Internet.

So schreibt die Presseabteilung der ARD in einer Replik auf eine Spiegel-Titelgeschiche. Die ich aktuell noch nicht kenne.

In der Replik steht einiges Wahres. Trotzdem geht es wieder mal mehr ums „Draufhauen“. Alleine der Satz da oben…!

Die wenigsten Printjournalisten glauben, ihnen gehöre publizistisch das Internet. Im Gegenteil, die meisten, die noch einen Print-Job haben und nicht wie ich zu online wechseln mußten, weil die ÖRR-Chefs Print-Journalisten als böse Konkurrenz sehen, wollen gar nicht online publizieren! Es wird schlechter bezahlt, es kann bis heute nicht zufriedenstellend finanziert werden – warum steht diese Titelstory denn wohl im gedruckten Spiegel und nicht bei Spiegel online?

Nein, es ist umgekehrt:

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Wenn der Sender aus Köln mal wieder die ganze Welt will… 5. Oktober 2017

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Amis sind doof und die Mäuse des Mäusesenders aus Köln ja sowas von super schlau. Ist für mich nichts Neues, diese Einstellung, aber auch wenn Hans Hoff vor Qual in die Tischkante beißen will, erklärt er es hier lustiger, als ich es könnte:

Willicks weltweit“: „Jetzt haben wir es echt richtig scheiße“

Jameda: Bewertung nicht veröffentlichen, aber mich unbedingt im Zug anrufen wollen! Saubande, blöde :-( 22. Juli 2017

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Jameda war mir schon nicht symphatisch, weil ihr „kostenloses WLAN“ genau so gemacht ist, daß es E-Mail erstmal kräftig auflaufen läßt und nur zum Surfen taugt. Eine Stunde lang, und beim nächsten E-Mail-Abruf ist es dann wieder nix.

Nun will ich aber nun mal wenn, dann meine E-Mails abrufen und nicht surfen, wenn ich beim Zahnarzt bin. Und bei Dr. Höfler in Landsberg ist ein Funkloch (na eigentlich ist ganz Landsberg ein Funkloch), sodaß der Service eigentlich recht nützlich wäre.

Da ich Dr. Höfler wirklich schätze, bin ich auch der dauernden Bettelei beim WLAN Login (das wird einem nämlich die Minute lang eingetrichtert, wo alle E-Mail-Abrufe auf eben diese Minute Sperrfrist knallen), ihn nicht nur hier, sondern auch bei Jameda zu bewerten, ausnahmsweise nachgekommen.

Das war nicht nur recht mühselig, sondern auch völlig sinnlos, und zusätzlich hat sich Jameda gestern auch noch meine Handy-Nummer abgezockt 😦

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Ruhe im Kuhstall – die Kühe hören den Landfunk auf Bauern 1! 20. April 2017

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Ansich ist mir die heutige Rundfunkabgabe auf Haushalte lieber als die frühere Rundfunkgebühr auf Geräte. Dies deshalb, weil die Sender so versessen darauf waren, auf Internetanschlüsse zusätzliche Gebühren zu kassieren, am liebsten je eine zusätzliche Fernsehgebühr pro PC und Handy. Das hat dann zwar selbst die GEZ sich geweigert, umzusetzen, aber die Internetversessenheit der Sender geht mir gewaltig auf den Zeiger, auch noch daran mitverdienen zu wollen, wenn ich meiner Familie E-Mails schreibe oder meinen Auftraggeber Daten schicke.

Die Haushaltsabgabe ist aber auch nicht immer fair, da sie ja auch auf Betriebe fällig wird. Selbst welche, in denen nun wirklich kein Schwein fernsehen will, weil für dieses Publikum interessante Sauereien bei ARD & ZDF gar nicht gesendet werden (und nee, bei RTL inzwischen auch nicht mehr):

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Der westdeutsche Dreckfunk hat auch eine Illustrierte…. 17. April 2017

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Eigentlich sind es ja schöne Geschichten. Nur wo sie erscheinen und wie sie aufgemacht sind…

WDRPRINT war einst eine reine Mitarbeiterzeitschrift. Inzwischen ist es eine Art Programmzeitschrift geworden. Was mich daran ärgert: WDRPRINT war schon im Jahr 2000 der Ansatz, daß der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Konkurrenz in den Printmedien auftrat. Was eigentlich wichtiger war als die „Online-Offensive“ (Angriffskrieg auf Online) und für mich weit schlimmer war als die oft kritisierte Konkurrenz online, die nur insofern problematisch war, als genau deshalb speziell für Internetzuänge Rundfunkgebühren fällig wurden.

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Über die Inkompatibilität von Frontalunterricht und Mitschreiben, oder auch „Die Grünen sind an Tschernobyl schuld!“ 14. April 2017

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches, Nervensägen.
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Hm, beide Titel passen nur begrenzt. Aber es geht um meine Meinung zu unserem heutigen Schul- und Hochschulsystem. Für Leute wie mich ist der klassische Frontalunterricht jedenfalls nichts, zumindest, wenn er mit Mitschreiben verbunden ist. Wenn ich etwas immer gehaßt habe, so war es das Mitschreiben müssen in Schule und Uni.

In der Schule mußte man jeden Satz, den der Lehrer vorne an der Tafel quasselte, wortwörtlich mitschreiben. „Pfeifffer mit drei F“ hat das in der Feuerzangenbowle als Gag gemacht bzw. um den ulkigen Vortrag des Lehrers für die Ewigkeit festzuhalben. Wir dagegen mußten das tun, und wenn man auch nur abkürzte, gab es Ärger, das wurde kontrolliert!

Ich kann aber nur entweder dem Vortrag entspannt folgen und mitdenken oder mitschreiben. Wenn ich die ganze Stunde mitschreibe, so hatte ich nicht nur ein Heft voller Geschmier, das keiner mehr lesen konnte, ich auch nicht, denn ich konnte einfach nicht so schnell lesbar schreiben wie der vorne quasseln konnte. Ich wußte auch nachher nicht, worum es gegangen war!

Ja, es wird uns immer erzählt, daß man sich Sachen besser merkt, wenn man sie sich aufschreibt. Das gilt aber nur, wenn man selbst entscheiden darf, was man aufschreibt. Muß man dagegen alles aufschreiben, ist man mit Schreiben so ausgelastet, daß zum Mitdenken einfach keine Zeit mehr bleibt.

Prof. Karl Tetzner, der die Funkschau einst groß machte, löste dieses Problem auf Pressekonferenzen übrigens immer so, daß er aufpaßte und Fragen stellte und seine Frau mitschrieb. Der nahm sie also keineswegs mit auf Tour, damit sie auch ein Mittagessen bekommt, wie manch Neider ihm unterstellte.

Leider ging das bei mir in Schule und Studium natürlich nicht und als ich in Pressekonferenzen saß, gab es meist schriftliche Unterlagen, sodaß man nur das aufschrieb, was besonders wichtig war.

Es gibt zwar immer wieder mal besonders „schlaue“ Vortragende, die das Skript erst nach der Pressekonferenz rausrücken, damit alle „aufpassen“. Wie in der Schule. Also im Klartext: Damit alle was aufschreiben müssen und keiner nervige Fragen stellen kann. Denn ja: Auch wenn man uns etwas anderes erzählt hat, das will manch Unternehmen wie z.B. LeCroy keineswegs, daß man interessiert ist und Fragen stellt, wie ich sehr teuer herausfinden mußte.

In der Uni war das Ganze dann noch verschärft: Da saß vorne einer, der sein Skript fertig geschrieben von der Rolle über den Overheadprojektor spulte. Geschrieben hatte er das nach dem Buch seines Vorgängers, der dieses wiederum nach den Vorlesungen seines Vorgängers geschrieben hatte. Es war also extrem langweilig und unverständlich.

Nur damit man nicht zu gut mitlesen und mitdenken konnte, mußte man es a) wieder mitschrieben und b) wurde es immer so abgedeckt, daß nichts zu lesen war, das noch nicht ausgesprochen war. Was dann das Mitschreiben noch schwerer machte – es durfte ja kein Abschreiben sein…

Die Anwesenheit in einer solchen Veranstaltung namens „Vorlesung“ war völlig sinnfrei, denn wenn man dem Prof. auch nur irgendeine Frage zu seinem Vortrag stellte, konnte er diese nicht beantworten. Er konnte wirklich nur seinen Text ablesen. Aber glücklicherweise gab es im Gegensatz zur Schule keine Präsenzpflicht in Vorlesungen.

Deshalb sparte ich mir die Zeit und suchte mir stattdessen Studenten des Vorsemesters, die mich ihr Skript im Copyshop kopieren ließen. So hatte ich a) ein lesbares Skript, b) konnte ich das in Ruhe in meinem Tempo selbst durchlesen und verstehen, c) sparte ich mir sehr viel Zeit.

Nur einmal ging das total schief:

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