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Warum Hochbegabte selten Höchstleistungen liefern 3. März 2017

Posted by DL2MCD in Grund und Sätzliches.
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Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind!
Charles Bukowski

Etwas ausführlicher hat es hier Manon Garcia erklärt:

Hochbegabung: „Wer intelligent ist, stellt sich eher in Frage“

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Kommentare

1. Irene (@irene_muc) - 15. März 2017

Ehrlich? Ich halte Garcias Mission, dass das IQ-130-Testergebnis eine Scheidelinie zwischen zwei völlig verschiedenen Sorten Mensch ist, für Unfug. So genau sind die IQ-Tests ja gar nicht, deshalb darf man den bei Mensa dreimal machen. Ihr subjektives Gefühl, eine unverstandene, andere Sorte Mensch zu sein, teilt sie vermutlich mit mehr als 2 % der Bevölkerung, denn das kann viele Gründe haben: Intelligenz, Introversion, Hochsensibilität, Narzissmus …

Wer mit einem IQ von 120 unter Leuten mit einem durchschnittlichen IQ von 100 arbeitet, hat ein größeres Begabten-Problem als jemand mit einem IQ von 130 unter Leuten mit 120. Das Problem der Hochbegabten ist relativ und nimmt zu, je leichter das Gymnasium wird.

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DL2MCD - 15. März 2017

Es ist sicher nicht ihre Mission, daß es zweierlei Sorte Mensch gibt.

Introvertierheit gilt ebenso als negativ wie zu schlau zu sein in unserer Gesellschaft: Der optimale Mitarbeiter soll eher extrovertiert sein, und Hochsensibiltät kommt dann oft auch noch vor, was ebenso unerwünscht ist, weil solche in Fabrikhallen und Großraumbüros kaum zurecht kommen. Sogar Autismus, obwohl Autisten nicht automatisch intelligent sind (meist eher weniger intelligent), sind doch manche Hochintelligenten Autisten.

Dummerweise ist die Kombination im Job selten „mit 130 unter 120“, sondern z.B. „mit 130 unter einem Chef mit 95“. Da muß dann der Intelligente gar nicht arrogant oder sonstwas sein, nur der Chef merkt, daß er anders ist und sieht ihn als Gefahr. Statt froh zu sein, daß er jemand hat, der die Arbeit gut macht, hat er Angst, der könnte ihm den Job wegnehmen. Dabei wollen Introvertierte selten überhaupt Chef werden.

Der IQ ist sicher nicht das Problem, nur geht viel Hand in Hand. Und für einen selbst mag es hilfreich sein, zu wissen, woran man ist. Anderen gegenüber redet man darüber aus gutem Grund ohnehin sinnvollerweise nicht, innerhalb Mensa ist es m.W. sogar tabu.

Sozial sind Hochintelligente im Übrigen nicht begabter als andere, mitunter sogar weniger, was dann ja den schlechten Ruf bewirkt.

Problematisch ist nur, daß die gängigen Kneipenthemen Hochintelligente selten ansprechen und man ihnen dann Arroganz unterstellt. Und ausgegrenzt wird in D ohnehin gern.

Und ob man einen Test macht, hat nichts mit einer Mitgliedschaft in einem Verein zu tun. Es ist nur klar, daß man ohne entsprechenden IQ da nicht reinkommt, aber mit muß man deshalb ja nicht. Wobei ich jetzt nicht weiß, was das mit der FDP zu tun hat, aber es gäbe Schlimmeres (aber ich sag jetzt nicht, was, sonst haben wir Politiktrolle hier…).

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Irene (@irene_muc) - 15. März 2017

Es ist sicher nicht ihre Mission, daß es zweierlei Sorte Mensch gibt.

Dann war ihr früherer Buchtitel (irgendwas mit Hund und Katz, die einander nicht verstehen können) sehr unglücklich gewählt und die Werbung dafür auch.

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DL2MCD - 15. März 2017

Das war er ohne Zweifel, alleine schon, weil sich die Hochintelligenten, -sensiblen und Introvertierten viel eher als stille Katze denn als herumkläffenden Hund sehen. Das Bild paßt überhaupt nicht, es wäre umgekehrt besser gewesen und trotzdem immer noch unpassend, denn das Verhältnis ist ja bei allen Problemen sicher nicht „wie Hund und Katz“. Aber nun, ein Hochintelligenter ist selten gut darin, sich (oder in diesem Fall sein Buch) zu verkaufen. Es war ja selbstverlegt.

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Irene (@irene_muc) - 15. März 2017

Und für einen selbst mag es hilfreich sein, zu wissen, woran man ist.

Vielleicht lasse ich mich deshalb mal testen.

Problematisch ist nur, daß die gängigen Kneipenthemen Hochintelligente selten ansprechen und man ihnen dann Arroganz unterstellt.

Oder Schüchternheit. Kenne ich auch alles, aber damit ist noch keine Hochbegabung bewiesen, da muss man sich schon testen lassen.

Naja, man kann auch zum Psychologen gehen, zwei Stunden darüber reden, wie klug und besonders man ist und dass einen die doofen Massen da draußen nicht verstehen. Dann zahlt man 500 Euro Honorar ist fürderhin hochbegabt. Mein Fall wäre das nicht, ich bin ja auch fürs Zentralabitur 😉

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DL2MCD - 15. März 2017

> Vielleicht lasse ich mich deshalb mal testen.

Mach nur. Wenn Du ein Mensa-Mitglied kennst (was ich annehme), dann kann der Dir vielleicht sogar einen Gutschein geben, dann kostet es nichts.

> Oder Schüchternheit. Kenne ich auch alles, aber damit ist noch keine Hochbegabung bewiesen, da muss man sich schon testen lassen.

Klar, nur Ausgangspunkt war ja das Bonmot von Bukowski. Und daran ist was…Intelligente zweifeln eher an sich als Doofe. Isso. Ohne jetzt wieder über gewisse Trumpel reden zu wollen…

> Naja, man kann auch zum Psychologen gehen, zwei Stunden darüber reden, wie klug und besonders man ist und dass einen die doofen Massen da draußen nicht verstehen. Dann zahlt man 500 Euro Honorar ist fürderhin hochbegabt.

Nee, das is doof *gggg*

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Irene (@irene_muc) - 15. März 2017

Ich sehe gerade, Hund und Katz leben im Klappentext weiter:

Über Introvertierte sind in der letzten Zeit viele Bücher rausgekommen, auch auf Facebook sind manche Leute aktiv (Natalie Schnack finde ich gut), und Anne Heinze versucht den großen Wurf, indem sie die „Hoch-X-Themen“ zusammenwirft und die Gemeinsamkeiten sieht. Kann man sich einiges rausziehen.

In einem Buch einer anderen Autorin wurde allerdings nahe gelegt, dass sich Intros und Extros im Job gut ergänzen, sinngemäß, weil die Extros sich und die Firma verkaufen und die Intros die eigentliche Arbeit machen. Na vielen Dank … ich will keinem Frühstücksdirektor zuarbeiten. Aber ich gehörte halt zu den extroverted Introverts, wie die Amis sagen, die wollen auch mal selbst an die Sonne. (Clint Eastwood und ich sind introvertiert. Hihi.)

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DL2MCD - 15. März 2017

Na kein Mensch will als „nützlicher Idiot“ (pardon, in dem Fall natürlich „nützlicher Introvertierter“) ausgenutzt werden. Respekt voreinander ist das Schlüsselwort: Weder mag ein Introvertierter deshalb angegangen werden (ein Ex-Chef von mir regte sich extrem über einen Mitarbeiter auf, der mittags in der Kantine sein Schnitzel mümmele und dabei partout nix rede – dabei hat man doch mal gelernt, mit vollem Mund spricht man nicht…???) noch ein Extrovertierter als oberflächliche Plapperschnute hingestellt werden. Und natürlich wollen auch Introvertierte an die Sonne – nur anders und sie zun sich damit schwerer.

Anne Heintze weiß, wovon sie schreibt und spricht.

Name dropping is very evil, like my old friend Frank Sinatra always said…. 😛

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2. Irene (@irene_muc) - 15. März 2017

P.S. Als ich mal einem Freund (Mathematiker, Software-Entwickler, Linke-Wähler) erzählt habe, dass ich überlege, den Mensa-Test zu machen, meinte er: „Was willste denn bei dieser Mental-FDP?“ 🙂

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