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Leuchttürme des Onlinejournalismus 1. Oktober 2012

Posted by DL2MCD in Mal was Positives.
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Der „Frankfurter Tag des Onlinejournalismus 2012“ löste zwar nicht die Frage, wie man mit Onlinejournalismus denn nun endlich mal ordentliche Projekte finanzieren kann. Er bot aber zumindest im Vortrag von Klaus Raab einige interessante, gut gemachte Beispiele, ob Vorher/Nachher-Vergleiche mit Schiebern im Bild, Timelines oder die Online-Form „Audio-Slide“.

Interessanterweise ist letztere genau das, was ich 2005 bei Telepolis machen wollte:

Ein Podcast, der Audio mit zusätzlichen Standbildern kombiniert. Sozusagen die moderne Version einer vertonten Diashow.

Denn die meisten Print- und Online-Artikel bestehen aus Text und Bild, während Podcasts entweder nur Text bieten oder aber Video, was wieder lästig ist, weil man letzteres eben nicht nebenbei in der U-Bahn hören kann, sondern immer auf das kleine iPod-Display gucken muß.

Audio-Slides sind dagegen nicht nur für den Produzenten angenehm, weil er das vorhandene Material verwenden kann, sondern auch für den Konsumenten, weil er nur ab und zu mal ein neues Bild ansehen muß, aber nicht die ganze Zeit einem vor sich hin sabbelnden Moderator zuschauen muß.

Auch die Bandbreite liegt nur knapp über der eines Audio-Podcasts – es müssen keine riesigen Videofiles geladen werden.

Leider war allerdings mein Chef komplett gegen Podcasts – ob mit oder ohne Bild. Bei Autorenartikeln aus Angst vor zusätzlich fälligen Honoraren – für die Autoren, denn die Texte gelesen und die Audiofiles bearbeitet hätte ich, mit eigener, privater Hardware. Doch auch eigene Artikel durfte ich nicht als Podcast aufbereiten.

Dafür hieß es dann, ich hätte nie eigene Ideen. Ja klar…

Immerhin schön, daß andere auch auch diese Gedanken gekommen sind und sie umsetzen konnten!

(Ja klar, könnte ich natürlich hier nun auch tun, aber mal ehrlich: Für dieses Blog lohnt sich das nicht und beweisen, daß ich es kann, muß ich auch nicht…gemacht habe ich’s beispielsweise mit einer einst echten vertonten Diashow, die zur Abiturfeier lief…dasselbe in einem Videoschnittprogramm mit der Tonspur der ehemaligen Diashow und den dazu passend platzierten digitalisierten Dias ist nun im Jahr 2012 wesentlich leichter zu präsentieren als der Originalaufbau mit Diaprojektor, Kassettenrekorder und Steuergerät…).

Ob es in Zukunft mehr solche kreativen Online-Projekte geben wird?

Vermutlich nicht, denn das Geld wird immer knapper und eine Klickstrecke bringt mehr Page Impressions als eine Audio-Slide-Show 😦

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