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„Junge Freiheit“ :-( 8. November 2019

Posted by DL2MCD in Nervensägen, Wie bitte?.
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Es gibt Zeitschriften, von denen mir lieber wäre, es gäbe sie nicht. Dazu gehört die Junge Freiheit. „Nazipostille“ daf man sie nicht nennen, dann wird man verklagt. Links, liberal oder neutral ist sie jedenfalls nicht, aber wenn ich sie jetzt rechts oder konservativ nenne, kommt vielleicht auch Anwaltspost. Da sind die sehr eigen. Eigentlich müßten sie dann ja stolz drauf sein…

Das ist jetzt aber nicht mal, warum ich das Blatt nicht leiden kann. Sondern, weil sie mir sehr viel Ärger in der Telepolis-Zeit eingebrockt haben. Da hatte ich mal sinngemäß geschrieben, daß „Indymedia“ mittlerweile vom Establishment anerkannt sei. Das ist ja nun keine wertende Aussage, nur eine Feststellung. Eigentlich eine, die den Rechten sogar in die Hände spielen würde („boah, Indymedia ist anerkannt und unsere Portale nicht…da sieht man’s mal wieder, das System ist total links-grünversifft…!“).

So denken die aber nicht. Stattdessen galt ich nun als „linksradikal“ und wurde gejagt.

Und ausgerechnet die schicken mir jetzt Pressemeldungen!

Ein Kolumnist des Blattes ist gestorben. Da ich es nicht lese, kenne ich den Mann auch nicht. Und weiß auch nicht, warum ich das nun irgendwo abdrucken lassen sollte. Nur der Herr Dr. Gaul.. äh Gauweiler, der hat sich auch dazu geäußert. :

Der CSU-Politiker Peter Gauweiler stellt Zehm journalistisch in eine Reihe mit Gerhard Löwenthal und Axel Springer: „Es war in den Medien Westeuropas nicht einmal eine Hundertschaft von sprachmächtigen Intellektuellen, denen wir verdanken, daß der Westen diese Zeit gleichwohl durchgehalten hat, bis Gorbatschow kam.“

Pressesprecher JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. KG

Die, mit denen er verglichen wird, leben auch nicht mehr. Ob sie damit einverstanden gewesen wären?

Ich frage mich jedenfalls, wohin das führt. Bei Telepolis bekam man Ärger, wenn man Pressemeldungen zitiert hat. Von der Jungen Freiheit gibt es wohl eher Ärger, wenn man sie nicht zitiert. Und sage ich jetzt, ich will sowas gar nicht erst zugeschickt bekommen, gibt es erst recht Ärger.

Ansich sind wir wieder soweit, nicht erst jetzt, sondern seit mindestens schon 10 Jahren: Schreibt man nicht, was die Rechten wollen, wird man aus dem Job gekickt. Andersrum war es nur in der DDR.

Kommentare»

1. ujf99 - 8. November 2019

Wenn man sie nicht Nazi-Postille nennen darf, dann vielleicht „Leib- und Magenstandarte“, äh nein, „Leib- und Magenlektüre national/sozial gesinnter Mitteldeutscher, für die Björgl Höcke in der Mitte der Partei steht“?

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